Automatisierungstools auf Linkedin – Achtung Gefahr!

Die LInkedIn Suche: Ideal für Recherche und Business Development.

B2B Interaktions-Tools, die automatisierte Kundenansprachen auf LinkedIn versprechen, machen von sich reden. Doch sind sie tatsächlich ihr Geld wert?

LinkedHelper, Dripify, Meet Alfred, Phantombuster: Die „smarten“ Apps versprechen, automatisiert qualifizierte Interessenten (qualified leads) für Sie zu entwickeln und damit Ihre Umsatzzahlen drastisch zu erhöhen. Personalisierte Verlinkungsanfragen und Verkaufsszenarien, direkte CRM-Integrationen, individualisierte Follow-ups mit Triggerpunkten und vieles mehr: Ihre Message wird automatisiert an hunderte von Ansprechpartnern auf LinkedIn verschickt, schnell und einfach, ohne Aufwand. Die Zusicherung: Sie bekommen im Handumdrehen die richtigen Interessenten und nach der alten Lehre vom Leadtrichter bleibt ein bestimmter Prozentsatz als Kunden bei Ihnen hängen.

Was sich auf den ersten Blick wie der Himmel auf Erden anhört, ist aus Sicht von LinkedIn Experten und erfahrenen Business Developern vor allem eins: Massenabfertigung. Für mich klingen die Versprechungen wie blanker Unsinn und ich fühle mich an die Zeiten der email-Blasts erinnert: Diese Angebote waren und sind mit dem berühmten Schuss mit der Schrotflinte von hinten über die Schulter in den Wald zu vergleichen. Zu hoffen, damit wirklich sein Ziel zu erreichen ist und bleibt unrealistisch. Es ist wahrscheinlicher, dass Ihr Schuss nach hinten losgeht.

Faustregel: Je größer das zu erwartende Umsatzvolumen, desto eher sollten Sie die Finger von Automatisierungen lassen.

Wollen Sie Ihre zukünftigen Kunden als Versuchskaninchen missbrauchen? Ernsthaft? Je komplexer Ihr Angebot ist, je größer das durchschnittliche Umsatzvolumen pro Kunde, desto schwieriger wird es mit der Automatisierung. Denn auch wenn wir auf LinkedIn nur Profile vor uns sehen, sollten wir uns immer vergegenwärtigen, dass hinter jedem Profil eine Person steckt. Eine Person, die sich eine individuelle Einladung, eine Kommunikation mit einem Menschen und passende Angebote wünscht. Eine Person, die ggf. den Einfluss hat, Sie und Ihr Angebot von der Liste der potentiellen Lieferanten zu löschen. Auch wenn Automatisierungen grundsätzlich sinnvoll sind, so haben sie doch den Nachteil, dass eine individuelle Ansprache praktisch unmöglich ist. Jeder potentielle Kunde wird irgendwann feststellen, dass er mit einem Algorithmus kommuniziert, anstatt mit einem Menschen. Entsprechend lauwarm wird das Interesse sein, das Sie ernten. Entsprechend negativ der erste Eindruck, den Sie hinterlassen.

Komplexität begreifen: Anforderungen, Jobbeschreibungen, Lösungsanforderungen

Angesichts der Komplexität von Aufgabengebieten, Funktionsbeschreibungen und Unternehmensstrukturen ist die Recherche von Zielpersonen speziell in größeren Unternehmen eine echte Herausforderung. Strukturen und  Strategien wie auch Titel in Ihren Zielunternehmen ändern sich von heute auf morgen. Da ist der Ansprechpartner, der gestern noch „Head of Operations“ war, auf einmal „Synergy Lead Processes“ – wohlgemerkt bei gleicher Aufgabenbeschreibung. Auch Zuständigkeiten und Projektteams ändern sich fortlaufend. Die Wahrscheinlichkeit, mit einer automatisierten Message tatsächlich bei der richtigen Person landen, geht gegen Null. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich bei einer Menge Personen als Spammer outen, ist hingegen groß. Und wenn Sie tatsächlich den „richtigen“ Ansprechpartner erreichen, können Sie mit einer automatisierten Massenmessage auf Grund ihrer – notgedrungen – allgemeinen Aussage beim Adressaten nicht den Eindruck erwecken, dass er (ja genau: er!) gemeint ist. Die Reichweite, die Sie mit Automatisierungstools erreichen, ist groß – keine Frage. Die Frage ist vielmehr: Geht mein Schuss vielleicht sogar nach hinten los? Ja, das kann passieren. Doch nicht nur bei Ihren Wunschkunden.

Auch das LinkedIn Universum schlägt zurück

Auch LinkedIn erkennt und analysiert natürlich Ihre Aktivitäten. Spam Messages und unangemessene Aktivitäten, Belästigungen, werden bei LinkedIn, wie übrigens auch bei Google als Massenabfertigung erkannt und abgestraft. So riskieren Sie mit der (unsachgemäßen) Verwendung von Massenaussendungen, dass LinkedIn Ihr Konto deaktiviert. Sicher sind nicht alle Tools gleich. Dennoch gehen Sie das Risiko ein, dass sie mit einer nicht klar adressatengerechten Nachricht nicht nur Ihre potentiellen Kunden abschrecken, sondern auch bei LinkedIn als Spammer gelten.

Dass sich LinkedIn hier absichert, ist verständlich. Als größte Plattform für Businesskontakte setzt man respektvolle Kommunikation voraus. Wenn ein und dieselbe Ansprache an Hunderte von Menschen geschickt wird, wird LinkedIn das unterbinden. LinkedIn fordert seine Mitglieder sogar dazu auf, unangemessenes Verhalten zu berichten und damit die Gemeinschaft zu unterstützen. Das macht durchaus Sinn, da unter dieser Art von Aktivität LinkedIns Seriosität leidet.

Erfahrungen machen, analysieren, lernen, LinkedIn Profi werden

Erfahrungen machen, analysieren, lernen, LinkedIn Profi werden

Jedes neue Medium erfordert erst einmal, sich darin zurecht zu finden und die Mechanismen kennen zu lernen. Basierend darauf kann man ein passendes Vorgehen entwickeln und immer weiter verfeinern. Im Grunde ist LinkedIn wie ein Marktplatz, auf dem sich auch Ihre zukünftigen Kunden tummeln. Hinter den Profilen haben Sie es mit echten Menschen zu tun.

Wie und wo stellen Sie Ihren Marktstand auf, mit welchen Angeboten locken Sie Ihre Interessenten an? Was bieten Sie zum Probieren an? Wie gestalten Sie die Auslage? Wie kommen Sie ins Gespräch?

Wenn Sie sich vorschnell von den Versprechungen der Automatisierungslösungen verleiten lassen, werden Sie viele notwendige Erfahrungen überspringen. Der passende Pitch für unterschiedliche Zielgruppen und Anforderungen muss erst entwickelt werden, Kommunikationsstrategien müssen ausprobiert und getestet werden. Wenn man sich gestattet, erst im Kleinen Erfahrungen zu sammeln, gibt LinkedIn sehr konkretes Feedback dazu, wie Ihre Zielgruppe darauf reagiert hat und welche Reichweite Sie generiert haben. Sie bekommen ein Gefühl dafür, welche neuen Inhalte wahrscheinlich gute Konversionsraten erzielen werden. Erst wenn Sie diese Erfahrungen gemacht haben und analysieren können, lohnen sich Automatisierungen – vielleicht. Dann jedoch würde ich eher die LinkedIn eigenen „Automatisierungen“, wie etwa den Booster wählen, der gut konvertierende Inhalte einem größeren Personenkreis der bereits evaluierten Zielgruppe zugänglich macht.

Möchten Sie auch Sie eine passende Strategie für Ihre LinkedIn-Aktivitäten entwickeln? Rufen Sie gern bei mir an, so dass wir über Ihre Ziele sprechen können.

Mit Hashtags mühelos größere Reichweite auf LinkedIn – sofort umsetzbare Praxistipps

Antworten auf sieben Fragen rund um die Arbeit mit Hashtags im großen Business-Netzwerk

Doppelkreuz, Raute, Gartenzaun: Das Hashtag-Zeichen hat im deutschsprachigen Raum im Laufe der Zeit so einige weitere Namen bekommen Viele fragen sich jedoch, was es mit der Sache mit den Hashtags eigentlich auf sich hat. Welche Vorteile bieten sie und wie setzt man sie gekonnt und zielführend ein? Wie findet man seinen eigenen „Marken-Hashtag“? Und welche speziellen Regeln gelten auf LinkedIn? Viele Fragen! Erhellende Antworten gibt es hier:

  1. Was genau ist ein Hashtag?

Hashtags sind – nicht nur auf LinkedIn – eine beliebige Kombination von Buchstaben oder Nummern, ohne Leerzeichen, die auf das #-Symbol folgen. Hashtags sind Schlagworte, Themenbeschreibungen wie etwa #marketingstrategie, #gamescon, oder #Berlin.  Zur besseren Lesbarkeit macht es Sinn, jeweils Anfangsbuchstaben eines Wortes groß zu schreiben, z.B. #StartupBeratung.

Übrigens: Satzzeichen, wie Bindestriche oder Punkte haben in einem Hashtag nichts verloren. Leerzeichen führen dazu, dass dein Hashtag „verstümmelt“ ist und nicht den beabsichtigten Wert hat.

2. Welche Funktion haben Hashtags?

Das Doppelkreuz dient ganz einfach dazu, dass Leser dich und deine Beiträge finden. Sie werden deine Inhalte finden, wenn du deine Texte mit den #Hashtags versiehst. Du kannst noch so gute Beiträge schreiben, wenn du die entsprechenden #Schlüsselbegriffe nicht markierst, werden sie nur durch Zufall gelesen.

Im Grunde kannst du dir einen Hashtag wie eine Abteilung in einem großen Warenhaus vorstellen: Wenn du dir eine neue Pfanne kaufen willst, suchst du erst mal an der Tafel neben der Rolltreppe nach der Haushaltswarenabteilung. Du fährst in den 3. Stock hoch und siehst dich weiter um, bis du die Regale mit den Töpfen und Pfannen findest. Dann bist du praktisch schon am Ziel. Wenn das Warenhaus Pfannen in der Abteilung Herrenoberbekleidung platzieren würde, könnten sie Interessenten dort auch nur per Zufall finden.

Genauso verhält es sich mit deinen Inhalten: Beiträge ohne Hashtags werden höchstens zufällig gefunden. Wenn du als HR Spezialist auf der Suche nach Beratungsklienten bist, würdest du deine Beiträge und dich selbst (dein Profil) entsprechend kategorisieren, etwa mit #Consulting, #HumanResources und einem oder zwei noch weiteren Hashtags, die dein Angebot näher beschreiben.

In Social Media Sprech heißt das so: Hashtags verschaffen dir und deinen Beiträgen, deinem Angebot Reichweite. Wenn du sie klug einsetzt, nimmst du am Gespräch teil und kannst nach und nach Expertenstatus auf deinem Gebiet erreichen. Du wirst Vertrauen gewinnen – und Follower.

  1. Wo setze ich Hashtags ein?
    Hashtags können in deinem Profil, in deinen Beiträgen/Artikeln, deinen Direct Messages und auf deinem Company Profil eingesetzt werden.
  • Dein Profil: Setze Hashtags im Creator Modus ein, um deinen Besuchern auf einen Blick zu signalisieren, über welche Themen du sprichst.
  • Deine Beiträge und Artikel: Setze drei bis allerhöchstens fünf Hashtags ein, um deine Artikel zu verschlagworten. Du kannst Hashtags zwar direkt im Fließtext deiner Beiträge nutzen, allerdings ist dort die Gefahr größer, dass deine Leser die Hashtags direkt anklicken und nicht in deinem Beitrag bleiben. Ich empfehle daher, die Hashtags unter den Beitrag zu setzen, in höchstens zwei Zeilen. Falls du einen „Branded Hashtag“ verwendest, sollte dieser besonders hervorgehoben werden und nicht bei den Stichwort-Hashtags landen. Mehr zum Thema „Branded Hashtag“ erfährst du unter Punkt 6.
  • Direct Messages: Auch hier kannst du Hashtags verwenden, idealerweise deinen Branded Hashtag mit CTA. 
  • Unternehmens-Profil: LinkedIn erlaubt dir nicht mehr als drei Schlagworte – hier gilt es, treffgenaue Hashtags zu finden.

Jetzt wirst du dich fragen: Ja, aber welche Hashtags passen für mich? Hier kommen wir an des Pudels Kern. An diesem Punkt empfehle ich, erst einmal einen Schritt zurück zu gehen und dir grundsätzliche Fragen zu deinem Business zu stellen. Eine Frage, auf die du eine Antwort finden solltest, lautet: Mit welchen Stichworten werden Personen suchen, wenn sie meine Dienstleistung, mein Angebot in Anspruch nehmen wollen? Ja, das SEO und Keyword-Prinzip gilt ähnlich auch für deine Hashtags: Hier nutzt dir – genau! –  der Perspektivenwechsel: Versetze dich in die Lage deiner Kunden. Welche Begriffe sind ihnen geläufig?

Einige Beispiele:

  • Für einen IT-Berater sind Hashtags wie #Apple oder #PC und #Reparatur sicher sinnvoller, als #Systemwiederherstellung (auch wenn es genau das ist, was er tun wird, um den PC wieder zum Laufen zu bringen). Warum? Weil seine Kunden diesen Fachbegriff wahrscheinlich nicht kennen und nicht danach suchen werden.
  • Wenn Ihr ein Startup seid und eine mit künstlicher Intelligenz versehene Technologie anbietet, macht ein Hashtag #KI oft weniger Sinn, als ein Hashtag, der signalisiert, welche Vorteile dein Kunde dadurch hat, z.B. #Automatisierung, #Einkaufsprozesse.

Du siehst: Deine Hashtags sollten sich darum drehen, welche Probleme du mit deiner Dienstleistung, deinem Angebot löst. Hier kommt die kundenzentrierte Kommunikation ins Spiel. Grundsätzlich geht es dabei darum, dein Angebot mit für deine Kunden interessanten und bekannten Begriffen zu beschreiben.

  1. Welche verschiedenen Arten von Hashtags gibt es?

Wenn ich eine grobe Unterteilung vornehme, denke ich an diese acht Kategorien.

  • Nach Inhalten deines Angebots, z.B. #Strategieberatung – Hier empfiehlt sich eine möglichst punktgenaue Beschreibung deines Angebots.
  • Nach Branchen, z.B. #Gastronomie – Für Unternehmen, die nur in einer bestimmten Branche aktiv sind
  • Nach Orten, z.B. #München – Für alle, die Ihre Dienstleistungen nur lokal anbieten
  • Nach Events, z.B. #Gamescon – Achtung: Diese Hashtags verlieren schnell ihre Gültigkeit – rechtzeitig aktualisieren/entfolgen!
  • Nach Kundeninteresse, z.B. #Wettbewerbsfähigkeit – Ein guter Hashtag, der besonders viel Wirksamkeit entfaltet, wenn du für dein Angebot einen punktgenauen Nischenhashtag findest und verwendest.
  • Nach Unternehmen, z.B. #Philipps – Auch wenn für Unternehmen oft der Hashtag verwendet wird, ist hier doch eher – wie auch für Personen, das @Zeichen relevant.
  • Nach aktuellen Themen, z.B. #Jahresende, #MeToo – Für LinkedIn und BusinessDevelopment nur eingeschränkt interessant
  • Nach Gesetzen, Richtlinien etc, z.B. #Datenschutz
  • Nach deinem selbstgeschaffenen Markenzeichen, z.B. #RichardRocks – Erläuterungen weiter unten.
  1. Hashtag-Recherche: Breite Hashtags – Nischenhashtags – Branded Hashtag

Bei deiner Hashtag-Recherche sind die folgenden Faktoren ausschlaggebend:

  • Welche Hashtags haben eine ausreichend große Followerzahl? – Du willst natürlich eine gewisse Reichweite erzielen.
  • Welche Hashtags sind für meine Zielgruppe interessant? – Du willst natürlich bei deinen Ansprechpartnern ins Gespräch kommen.
  • Mit welchem Hashtag kann ich mich einzigartig machen? – Du möchtest mit deiner ganz persönlichen „Marke“ für deine Wunschkunden schnell wieder erkennbar sein und dich aus der Masse der Beiträge herausheben.

Auch wenn du auf den ersten Blick versucht sein solltest, nur die Hashtags mit der großen Followerzahl zu verwenden, ist dieses Vorgehen nicht sehr empfehlenswert. Warum? Hier verschwindet dein kleiner Beitrag in der großen Menge an Inhalten. Das Schlagwort, das du verwendest, ist viel zu unspezifisch, zu ungenau, als dass potentielle Leser auf einen Blick erkennen könnten, dass es hier Interessantes für sie zu erfahren gibt.

Ein Beispiel für einen breiten Hashtag mit mehreren Millionen Followern ist

Viel spannender ist es, auf Nischenhashtags zu setzen oder eine Kombination aus breiten und Nischenhashtags zu verwenden. Mit letzteren bringst du dein Angebot genauer auf den Punkt, deine Wunschkunden finden dich besser. Die gelungene Kombination von breiten und Nischen-Hashtags bewirkt ein Gleichgewicht zwischen Wettbewerb und Suchvolumen.

Deine Wiedererkennbarkeit und Einzigartigkeit unterstreichst du, indem du dir dein eigenes Hashtag, ein sogenanntes „Branded Hashtag“ kreierst. Damit verankerst du dein Angebot bei deinen Kunden.

  1. Mit Branded Hashtags – deinem persönlicher Markenhashtag – deine Followerzahl erhöhen

Kann ich mit Hashtags meine Followerzahl erhöhen? Klar, Hashtags helfen da enorm. Besonders eignen sich dafür jedoch sogenannte Branded Hashtags.

Viele Unternehmen „claimen“ – beanspruchen – einen ganz bestimmten Hashtag für sich und verwenden ihn zusammen mit bereits etablierten Hashtags, um ihre Marke Schritt für Schritt bekannt zu machen. Eine gute Strategie! Wie schnell das durch die Decke gehen kann, zeigen Beispiele wie #metoo, #aufschrei, oder #blacklivesmatter.

Falls Du so etwas auch vorhast, solltest du jedoch erst einmal recherchieren, ob der Begriff, den du gerne verwenden möchtest, nicht schon von jemandem anderen „besetzt“ ist. Das findest du heraus, indem du einfach nach dem Hashtag recherchierst.

Ein Beispiel: Wenn #richardrocks nur ganz wenige Follower hat, kannst du ihn nutzen. Zu deinem „eigenen“ machst du ihn, indem du den Hashtag in deinem Profil und deinen Beiträgen verwendest.

Wenn du deinen selbst kreierten Hashtag immer wieder mit für deine Community relevanten Begriffen verbindest, stärkst du damit deine Brand und dein Angebot. Deinen Branded Hashtag solltest du aber nicht in der Zeile unter deinen Beiträgen verschwinden lassen, dazu ist er viel zu wertvoll. Besser ist es, ihn mit einem Call to Action (CTA) zu verbinden und ihn direkt unter den Beitrag zu setzen bzw. ihn im Profil prominent zu platzieren.

Bei #richardrocks könnte ein solcher CTA folgendermaßen lauten: Willst du Cocktailideen und Bargeflüster für euren nächsten Firmenevent? Folge #richardrocks. (Du merkst, hier geht es um einen imaginären Bartender, der seine Services für Firmenevents anbietet)

Beachte: Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Hashtags (#) und Tags (@). Tags verwendest du, wenn du auf Personen- oder Unternehmensprofile hinweist.

  1. Hashtag-Recherche: Wie finde ich relevante Hashtags auf LinkedIn? Welchen Hashtags folge ich eigentlich?

Die Hashtag-Recherche auf LinkedIn ist einfach erklärt: Gib in das Suchfeld einfach den gesuchten Begriff mit einer Raute davor ein. LinkedIn wird dir dann den Hashtag samt Followerzahl angeben.

Schon wenn du die ersten Buchstaben eintippst, wird dir LinkedIn einige Begriffe vorschlagen. Hier gibt es oft interessantes für dich zu entdecken.

Welchen Hashtags folgst du? Auch hier macht es dir LinkedIn einfach. Sieh auf deiner Startseite links unten in der Rubrik Hashtags nach. Wenn du auf „Mehr anzeigen“ bzw. „Alle anzeigen“ klickst, bekommst du einen Überblick über die Hashtags, denen du aktuell folgst.

Wie du Hashtags sowohl in deinem Profil als auch in deinen Beiträgen, Artikeln und auf deiner Unternehmensseite gekonnt einsetzt und weiter entwickelst, erarbeite ich gern mit dir persönlich. Hier kannst du dir einen Termin für ein Gespräch mit mir aussuchen.

 

 

Das neue BizDev ist social

Wie geht Kundengewinnung heute? Klar, mit Social Media.

Wie geht Leadgenerierung im komplexen Firmenkundengeschäft? Eindeutig: durch geschicktes Bespielen und Vergrößern Deiner Community auf LinkedIn, dem weltweit größten Business-Netzwerk.

Hier schreibe ich über die immer gültigen Regeln im Business Development  und wie sie auf LinkedIn klug angewendet werden können. Es geht um Sichtbarkeit und Reichweite. Es geht um Inhalte, die Vertrauen schaffen. Um Service, der ganz selbstverständlich relevante Kundenanfragen bringt.

Doch wie schafft man es, sich nicht in den endlosen LinkedIn-Weiten zu verlieren? Wie baut man seine Meinungsführerschaft aus, wird zur „Authority“ in seinem ganz speziellen Bereich? Und welche Schritte sind notwendig, um genau das Publikum zu erreichen, das schlussendlich zum Kunden werden soll?

Das sind die Fragen, die sich nicht nur LinkedIn-Einsteiger stellen. Auch erfahrene Nutzer nutzen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, die LinkedIn bietet. Speziell für das Anbahnen von Geschäftskontakten wird das Business-Netzwerk der Welt noch viel zu wenig genutzt. Dabei bietet schon die Basis-Version unendlich viele Möglichkeiten, tatsächlich Dinge voranzutreiben und die richtigen Kundenanfragen zu bekommen.

Eine spannende Reise! Ich freue mich über Deine Kommentare und Gastbeiträge. Oder möchtest du gleich mit mir über deine Pläne sprechen? Kein Problem.

Tschüss XING, hallo LinkedIn!

Fünf Regeln für den Einstieg ins Social Selling auf LinkedIn

Von Cybersecurity-Insidern über lokale Champions bis hin zu Vordenkern in Sachen Diversity und Führung – auf LinkedIn tauschen sich die Experten der Welt aus und finden ihre „heimische“ Nische, ihre Community.

Keine Frage: LinkedIn hat sich zum führenden Businessnetzwerk auch für regionale Anbieter entwickelt. So hat LinkedIn mittlerweile mehr als 18 Millionen Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum und hat damit XING überholt. Weltweit gibt es über 850 Millionen LinkedIn-Nutzer. Die Tendenz ist steigend. Dabei ist die internationale Plattform viel mehr als nur eine Job-Börse oder ein Kommunikationsforum. Vor allem in der Anbahnung von Geschäftskontakten im B2B, also im Generieren von Leads, zeigt LinkedIn seine Vorzüge: 80% der B2B Marketing Leads mit Ursprung in den Sozialen Medien stammen aus LinkedIn.

1. Der Moment der Wahrheit: Wer bist du?

Wenn du auf LinkedIn erfolgreich Leads generieren möchtest, macht es Sinn, deine Präsenz auf LinkedIn – und übrigens auch im gesamten Web – unter die Lupe zu nehmen.

In den sozialen Medien bist du eine öffentliche Person. Dein Profil sollte also an deine Zielgruppe kommunizieren, in deren Worten. Wichtig ist, dass deine Zielgruppe versteht, was du anbietest. Doch nicht nur dein Profil steht unter Beobachtung. Auch die Company Page deines Unternehmens, die Profile deiner Kollegen und Mitarbeiter sind interessant für potentielle Käufer. Auf LinkedIn gilt, wie überall, der Grundsatz des Kommunikationsforschers Paul Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren. Die gesamte LinkedIn Präsenz deines Unternehmens kommuniziert nach außen, zu deinen Geschäftspartnern und Interessenten. Auch dann, wenn es sie nicht gibt.

Schau dir also genau an, welche Infos bereits über dich und dein Unternehmen auf LinkedIn (und überhaupt im WWW) öffentlich sind. Wie sieht eure Company Page aus? Wie die Profile deiner Kollegen und Mitarbeiter? Wie wird was in welchen Abständen kommuniziert?

2. Keine Eintagsfliegen: Sei regelmäßig aktiv

LinkedIn bietet hervorragende Chancen, um relevante Anfragen von Interessenten, also potentiellen Unternehmenskunden zu bekommen. Ja, richtig gelesen: Wir sprechen hier von Inbound-Leads! Natürlich kommen die Anfragen nicht durch Zauberhand und eine Strategie und ein Prozess für die Aktivitäten auf LinkedIn ist wichtig. Als Daumenregel gilt,  mindestens wöchentlich einen substanziellen Post zu veröffentlichen. Auch sonst sollte man aktiv sein. Das bedeutet: Regelmäßig mit der Zielgruppe kommunizieren, Beiträge kommentieren, mit Humor und Anerkennung nicht geizen. Kurz gesagt: Kontinuierlich aufmerksam sein!

Um die Aktivität in LinkedIn zu verstärken macht es Sinn, im Unternehmen einen Social Selling Prozess zu etablieren. Das klingt kompliziert, könnte jedoch einfach darin bestehen, auf neue LinkedIn Artikel hinzuweisen. Die sozialen Interaktionen von Kollegen (liken, sharen, kommentieren) erhöhen die Reichweite und stärken die Marke. Hier sollten (zumindest) Marketing und Vertrieb Hand in Hand gehen.

3. Das Paradox für erfolgreiches Verkaufen: Verkaufe nicht!

LinkedIn kann man sich eigentlich auch als große Party vorstellen. Man zeigt sich von seiner besten Seite, ist humorvoll, kommunikativ und gut gelaunt. Was aber stört auf einer guten Party? Genau: der Rosenverkäufer, der verlässlich immer dann auftaucht, wenn man sich gerade so richtig amüsiert! Für LinkedIn wie auch für Partys gilt daher diese eherne Regel: Verkaufe nicht!

Doch wie komme ich dann an meine Leads, wirst du fragen. Hmm. Überleg mal: Wann warst du selbst von einem Angebot wirklich begeistert? Genau. Wenn da etwas zur Verfügung gestellt wurde, was dich wirklich weiter gebracht hat, wenn da jemand großzügig und gern Service geboten hat, wenn er auf deine Anfrage geantwortet hat und verstanden hat, was du brauchst.

Kurz: Service ist das neue Verkaufen! Wenn du also auf LinkedIn zum Top-Seller avancieren willst, ist mein Rat: Zeig dich, biete Service und Informationen. Möglichst in einfach verdaubarer Form, so dass Kunden etwas damit anfangen können. LinkedIn ist die ideale Plattform für die unaufdringliche, einprägsame Präsentation der eigenen Kompetenz.

Diese Regel wird untermauert von der Studie der Boston Consulting Group¹, die besagt dass mehr als drei Viertel aller B2B-Einkäufer zunächst keinen Kontakt zu Verkäufern suchen. Sie verlassen sich auf digitale Ressourcen, wie Website, Social Media-Präsenz etc.

4. Content is King: B2B Käufer erwarten relevante Inhalte.

62 % der B2B-Käufer gaben an, dass sie sich bei der Recherche und Kaufentscheidung noch stärker auf Inhalte verlassen, als im Jahr zuvor. 44 % der Befragten gaben an, dass sie einen höheren Wert auf die Vertrauenswürdigkeit der Quelle legen.²

Informationen zu hüten wie seinen Augapfel ist keine gute Strategie mehr. In einer Welt, in der jede Information recherchierbar ist, bedeutet es für Menschen, die mit komplexen Entscheidungen zu tun haben, wirklich guten Service, alles von einem Unternehmen, an einem Ort, verfügbar zu haben. Es hilft ihnen, sich in der Fülle der Informationen zurecht zu finden und die für sie beste Wahl zu treffen.

Wer eine gute Informationen bereit stellt und klaren Nutzen bietet, wird Erfolg haben. Klasse wird dabei jedoch eindeutig höher bewertet als Masse. Laut der Content Preferences Study von 2019 sagen 65 % der Befragten, dass die Anbieter zu viel Material zur Verfügung stellen. 59 % stimmten mit der Aussage überein, dass ein Großteil des Materials nutzlos ist, und 70 % sagten, dass das Material mehr auf Stil als auf Substanz ausgerichtet ist.³

Fazit: nicht die Menge der Information ist entscheidend. Marketing Sprech und Buzzword-Bingo will niemand mehr hören. Weitschweifigkeit und Allgemeinplätze, Texte, die zu allem passen und nichts sagen, werden bestenfalls ignoriert.

Was man erwartet, ist Substanz. Idealerweise von einem Menschen, der sympathisch, humorvoll und hilfsbereit ist.

5. Kommuniziere Nutzen, nicht Produktmerkmale

Die intelligenten Märkte finden Anbieter, die in ihrer Sprache mitreden.

Cluetrain-Manifest (These 32)

Es ist eine alte Vertriebsweisheit, dass der Wurm dem Fisch schmecken muss, nicht dem Angler. Das gleiche gilt für die Kommunikation mit potentiellen Kunden. Nicht dir muss dein Angebot gefallen, sondern dem, für den es bestimmt ist. Deshalb solltest du vermeiden, Produktmerkmale in den Vordergrund zu stellen. Das schlimmste wäre, sämtliche Funktionalitäten aufzuzählen, dich in den neusten Features zu ergehen, dich in Details zu verlieren. Warum? Weil du den Informationsstand deines Gegenübers völlig falsch einschätzen, ihn komplett überfordern würdest.

Andersherum wird ein Schuh draus: Überlege dir, welche Ziele dein Gegenüber hat. Denke darüber nach, welche Aufgaben er erfüllen, welche Ergebnisse er liefern muss. Dann überlege, wie deine Produktmerkmale ihm dabei helfen, genau diese Ziele zu erreichen. Dabei hilft dir der Value Proposition Canvas, den ich gern mit dir auf deine Situation maßschneidere.

Für weitere Infos und Diskussionen bin ich gern für dich da. 

¹BCG, How Digital Leaders Are Transforming B2B Marketing, 2017

²Demand Gen, 2021 Content Preferences Survey

³ Forrester, Content Preferences Study, 201