Warum Führungskräfte oft nicht auf Social Media sichtbar sind.

Wie klare Kommunikation Vertrauen schafft und die Kundenwahrnehmung stärkt

Viele Führungskräfte stehen Social Media zurückhaltend gegenüber. Sie finden, dass posten auf LinkedIn nichts bringt und nur Zeit und Nerven kostet. Zu laut, zu schnell, zu oberflächlich — so der Eindruck. Auch die Internationalität LinkedIns stellt für viele ein Hindernis dar. Da fragt man sich schnell: bin ich in dieser lauten Gesellschaft überhaupt richtig? (Dazu habe ich übrigens vor einiger Zeit bereits einen Artikel geschrieben: LinkedIn weltweit: Warum Deutsche oft zu ernst posten.)

Und tatsächlich: Viele Inhalte wirken austauschbar, unverbindlich, irrelevant.
Doch daraus zu schließen, dass Sichtbarkeit keine Rolle spielt, greift zu kurz.

Denn Kommunikation findet ohnehin statt.
Oder, wie Paul Watzlawick es formuliert hat:
„Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Die Frage ist also nicht, ob du sichtbar bist —
sondern wie bewusst du deine Sichtbarkeit gestaltest.

Sichtbarkeit von Führungskräften beeinflusst Vertrauen

Kund:innen entscheiden heute nicht nur auf Basis von Produkten oder Leistungen.

Sie bewerten Unternehmen auch danach, wie klar, greifbar und nachvollziehbar Führung ist.

Wenn du als Führungskraft sichtbar bist,

    • wird dein Unternehmen persönlicher
    • werden Entscheidungen verständlicher
    • entsteht Vertrauen — lange bevor ein Verkaufsgespräch stattfindet

Gerade im B2B-Bereich, wo Angebote komplex und Entscheidungen risikobehaftet sind, spielt Vertrauen eine zentrale Rolle.

Social Media — insbesondere LinkedIn — bietet dafür einen direkten Raum. Nicht als Bühne. Sondern als Kommunikationsraum.

Social Media ist keine Marketingaufgabe — sondern Führungsarbeit

Was Kund:innen wirklich wahrnehmen

Viele Organisationen delegieren Kommunikation vollständig an Marketing oder PR.
Das ist sinnvoll — aber nicht ausreichend. Denn zentrale Fragen lassen sich nicht delegieren:

    • Wofür stehen wir?
    • Wie treffen wir Entscheidungen?
    • Was ist uns wichtig?

Diese Fragen beantworten sich nicht durch Kampagnen, sondern durch sichtbare Führung. 

Beiträge, Kommentare oder Einordnungen durch dich als Führungskraft schaffen genau das: Kontext und Orientierung.

Es geht nicht darum, möglichst aktiv zu sein.
Und auch nicht darum, sich zu inszenieren. Was zählt, ist etwas anderes:

    • Klarheit statt Lautstärke
    • Einordnung statt Meinung
    • Verständlichkeit statt Fachsprache

Kund:innen beobachten sehr genau:

    • Wie spricht jemand über komplexe Themen?
    • Versteht die Person meine Probleme oder erklärt sie nur ihre Produkte?
    • Entsteht ein Gefühl von Sicherheit?

Deine Kommunikation wird so zum entscheidenden Faktor in der Wahrnehmung deines Unternehmens. Und auch du selbst baust Sichtbarkeit auf und entwickelst dich zum Thought Leader.

Typische Missverständnisse bei Führungskräften

„Ich habe nichts zu sagen.“
Doch. Du triffst täglich Entscheidungen, bewertest Situationen und setzt Prioritäten. Genau darin liegt relevanter Inhalt.

„Das ist Aufgabe des Marketings.“
Marketing unterstützt — ersetzt aber keine persönliche Einordnung durch Führung.

„Ich will mich nicht exponieren.“
Es geht nicht um Selbstdarstellung. Es geht darum, Orientierung zu geben.

Sichtbarkeit in den Sozialen Medien

Ein wirksamer Einstieg beginnt nicht mit LinkedIn Tipps für Führungskräfte, auch nicht mit Content-Plänen, sondern mit Klarheit:

  • Welche Themen betreffen deine Kund:innen wirklich?
  • Wo kannst du Einordnung geben?
  • Welche Fragen tauchen immer wieder auf?

Konkrete Ansätze:

  • kurze Einordnungen zu Entwicklungen in deinem Markt
  • Gedanken zu Herausforderungen aus deinem Alltag
  • gezielte Kommentare unter relevanten Beiträgen
  • verständliche Perspektiven auf komplexe Themen

Oft sind es gerade diese kleinen, präzisen Beiträge, die Wirkung entfalten.

Wirkung entsteht über Zeit

Sichtbarkeit ist kein kurzfristiges Instrument.
Sie entfaltet ihre Wirkung über Kontinuität.

Mit der Zeit entsteht:

  • Wiedererkennbarkeit
  • Vertrauen
  • eine klare Position im Markt

Nicht durch Lautstärke.
Sondern durch Konsistenz.

Fazit: Sichtbarkeit ist ein Teil moderner Führung

Die Aktivität von Führungskräften in sozialen Medien ist kein Trend.
Sie ist eine logische Konsequenz aus veränderten Märkten und Kommunikationsräumen.

Wer sichtbar ist, schafft Vertrauen.
Wer verständlich kommuniziert, reduziert Komplexität.
Und wer Orientierung gibt, wird als relevanter Ansprechpartner wahrgenommen.

Und ganz nebenbei gehen Umsatzzahlen nach oben.

Einladung

Wenn du deine Kommunikation als Führungskraft klarer ausrichten möchtest — und Social Media gezielt nutzen willst, ohne dich zu verbiegen — unterstütze ich dich gerne.

Lass uns reden, um deine nächsten Schritte zu klären.

LinkedIn, Podcast oder YouTube: Welche Plattform für Experten wirklich sinnvoll ist

Wie Führungskräfte und Experten die richtige Bühne für ihre Sichtbarkeit wählen

Viele Führungskräfte und Experten wissen heute:
Sichtbarkeit ist ein entscheidender Faktor für Einfluss, Vertrauen und neue Chancen.

Doch sobald es um die Umsetzung geht, entsteht oft eine grundlegende Frage:

Wo sollte man eigentlich sichtbar sein?

Solltest Du Beiträge auf LinkedIn veröffentlichen?
Einen Podcast starten, zum Beispiel über Spotify?
Oder Videoformate auf YouTube nutzen?

Die richtige Plattform hängt weniger von Trends ab – sondern von drei entscheidenden Faktoren:

    • Deiner Zielgruppe
    • Deinen persönlichen Kommunikationsstärken
    • Deinen Themen

Warum Sichtbarkeit für Experten heute so wichtig ist

In vielen Branchen entscheiden heute nicht nur Kompetenz und Erfahrung über Einfluss. Ebenso wichtig ist, ob andere diese Kompetenz wahrnehmen können. Öffentliche Sichtbarkeit kann mehrere Vorteile bringen:

    • schnellere Vertrauensbildung

    • höhere wahrgenommene Expertise

    • neue berufliche Chancen

    • stärkere Marktpositionierung

    • größere Reichweite für Ideen und Perspektiven

Menschen folgen zunehmend Persönlichkeiten, nicht nur Organisationen. Deshalb wird strategische Sichtbarkeit zu einer wichtigen Kompetenz für Führungskräfte und Innovatoren.


Die erste Frage: Wo befindet sich Deine Zielgruppe?

Der wichtigste Faktor bei der Wahl der Plattform ist immer die Zielgruppe.

Frage dich:

    • Wo informieren sich Menschen über dein Fachgebiet?

    • Welche Plattform nutzen Entscheider in deiner Branche?

    • Wo finden relevante Diskussionen statt?

Für viele Führungskräfte und Experten ist LinkedIn deshalb der erste logische Schritt.

Hier treffen sich:

    • Unternehmer

    • Führungskräfte

    • Berater

    • Investoren

    • Branchenexperten

Andere Formate können jedoch ergänzend sehr wirkungsvoll sein.


LinkedIn: Die zentrale Plattform für Experten und Führungskräfte

LinkedIn eignet sich besonders gut für:

    • Fachbeiträge

    • kurze Analysen

    • Branchenperspektiven

    • Erfahrungsberichte aus der Praxis

Der große Vorteil:
Die Plattform verbindet fachliche Inhalte direkt mit beruflichen Netzwerken.

Wer regelmäßig Perspektiven teilt, kann dort eine klare Expertenposition aufbauen.

Vorteile von LinkedIn:

    • direkter Zugang zu Entscheidern

    • einfache Veröffentlichung von Inhalten

    • gute Sichtbarkeit innerhalb von Netzwerken

    • hohe Relevanz für Business-Themen

Für viele Experten ist LinkedIn deshalb der wichtigste Ausgangspunkt für strategische Sichtbarkeit.


Podcasts: Tiefe Gespräche und persönliche Verbindung

Podcasts sind besonders geeignet, wenn Du gerne sprichst und komplexe Gedanken entwickelst.

In Podcastformaten kannst Du:

    • Themen ausführlicher erklären

    • Interviews führen

    • Perspektiven vertiefen

    • Geschichten erzählen

Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts ermöglichen es Experten, über längere Formate Vertrauen aufzubauen.

Der große Vorteil von Podcasts:

Menschen hören Stimmen oft über längere Zeiträume hinweg – beim Autofahren, beim Sport oder auf Reisen.

Dadurch entsteht eine besonders starke persönliche Verbindung.


YouTube: Sichtbarkeit durch visuelle Präsenz

Videoformate auf YouTube bieten eine weitere Möglichkeit, Expertise sichtbar zu machen.

Besonders geeignet ist YouTube für:

    • erklärende Inhalte

    • Demonstrationen

    • Präsentationen

    • Interviews

Video hat eine hohe Wirkung, weil Menschen gleichzeitig sehen und hören können.

Gerade komplexe Themen lassen sich dadurch oft verständlicher vermitteln.

Der Vorteil:

YouTube funktioniert zusätzlich als Suchmaschine für Wissen.

Gut strukturierte Videos können langfristig gefunden werden. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch, dass es jetzt bei YouTube auch Shorts gibt, in denen du schnelle „Gedankenschnipsel“ an den Mann und die Frau bringen kannst – vergleichbar mit Tictoc.

 


Persönliche Vorlieben: Schreiben, sprechen oder präsentieren?

Neben der Zielgruppe spielt auch Deine persönliche Arbeitsweise eine wichtige Rolle.

Frage Dich ehrlich:

Schreibst Du gerne?
Dann ist LinkedIn oder ein Blog oft ideal.

Sprichst Du gerne?
Dann kann ein Podcast besonders gut zu Dir passen.

Präsentierst Du gerne vor Kamera?
Dann kann Video ein sehr wirkungsvolles Format sein.

Die beste Sichtbarkeit entsteht meist dort, wo Kompetenz und persönliche Kommunikationsstärke zusammenkommen.


Die Rolle Deiner Themen

Auch Deine Themen beeinflussen die Wahl der Plattform.

Beispiele:

Strategische Analysen funktionieren häufig sehr gut als LinkedIn-Artikel.

Erfahrungsberichte oder Gespräche eignen sich gut für Podcasts.

Komplexe Erklärungen profitieren oft von Videoformaten.

Wichtig ist dabei weniger die Plattform selbst – sondern die Relevanz Ihrer Inhalte.


Die häufigste Falle: zu viele Plattformen gleichzeitig

Viele Menschen machen einen typischen Fehler: Sie versuchen, auf allen Plattformen gleichzeitig präsent zu sein.

Das führt oft zu:

    • Zeitdruck

    • inkonsistenten Inhalten

    • geringer Wirkung

Eine bessere Strategie ist:

mit einer Plattform beginnen und dort Kontinuität aufbauen.

Später können weitere Formate ergänzt werden.


Fazit: Sichtbarkeit braucht die richtige Bühne

Strategische Sichtbarkeit bedeutet nicht, überall präsent zu sein.

Sie bedeutet, die richtige Bühne für Deine Expertise zu wählen.

Die wichtigsten Kriterien sind:

    • Deine Zielgruppe

    • Deine Kommunikationsstärken

    • Deine hemen

Wenn diese drei Faktoren zusammenpassen, kann öffentliche Sichtbarkeit enorme Wirkung entfalten.

Denn am Ende gilt eine einfache Wahrheit:

Kompetenz entfaltet ihre Wirkung erst dann vollständig, wenn sie auch gesehen und gehört wird.

Blog

In diesem Blog geht es um Kommunikation dort, wo sie Wirkung zeigt: in Führung, Unternehmertum und öffentlicher Präsenz — und dort, wo sie konkrete Ergebnisse ermöglicht.

Ich schreibe über Sichtbarkeit als strategischen Hebel: für Umsatz, klare Positionierung, gezielte Aufmerksamkeit und den Aufbau starker Netzwerke. Über Sprache, die Vertrauen schafft. Und über Entscheidungen, die nach außen wirken — und Geschäftserfolg beeinflussen.

Denn Kommunikation ist kein Zusatz. Sie ist Teil der Wertschöpfung.

Oder, wie Paul Watzlawick es formuliert hat: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Die Beiträge entstehen aus der Praxis — für Menschen, die ihre Sichtbarkeit gezielt einsetzen wollen: für mehr Reichweite, ein klares Personal Branding und bessere Geschäftschancen.

Dieser Blog ist eine Einladung, Kommunikation bewusst zu gestalten — mit Wirkung, die sich auch in Ergebnissen zeigt.

Followerzahlen sind nicht alles

Die durchschnittliche Anzahl der Verbindungen pro LinkedIn-Profil liegt bei 500-999. Was bringen viele LinkedIn Kontakte und welchen Zweck hat es, mehr zu wollen?

Natürlich würde man das öffentlich niemals zugeben, doch heimlich schielt man schon mal auf die LinkedIn-Followerzahl des Kollegen oder Geschäftspartners. Und oft bricht sich dann ein unbestimmbares Gefühl von Erschrecken, Unsicherheit und Neid Bahn. Doch wie viele Kontakte sollte man auf LinkedIn eigentlich haben?

Followerzahl ist nicht Geschäftserfolg

Vorab sei schon mal gesagt: die Anzahl der Follower auf LinkedIn hat rein gar nichts mit geschäftlichem Erfolg zu tun. Wir alle kennen – Hand auf´s Herz – viele gestandene Geschäftsleute, die noch nicht mal ein LinkedIn-Profil haben, geschweige denn sich dort regelmäßig zu Wort melden. Dennoch: Die Zeit schreitet voran und eine LinkedIn Präsenz wird in Zeiten zunehmender Online-Aktivitäten für die meisten von uns immer wichtiger. Denn ein Profil ist mittlerweile viel mehr als ein Lebenslauf. Laut einer aktuellen Qnary-Studie* sehen 68,4 % der Befragten Kollegen oder Führungskräfte positiv, die berufliche Neuigkeiten in den sozialen Medien teilen. Das gilt vor allem für die Technologie-Branche. Die Umfrageergebnisse zeigen eine zunehmende Nutzung sozialer Medien unter Geschäftsleuten. Die Daten für das Jahr 2021 zeigen einen Anstieg von fast 15 % bei der täglichen Nutzung sozialer Medien. Mehr als die Hälfte, 56,7 %, der Befragten posten mindestens einmal am Tag Inhalte, gegenüber 42 % im Jahr 2020.[1]

Keine Frage: Wie man LinkedIn nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Manche Menschen sehen sich als Netzwerker und wollen viele Verbindungen und Follower haben. Andere hingegen haben lieber eine überschaubare Liste von Personen, die sie persönlich kennen und zu denen sie im Laufe der Jahre eine gute persönliche Beziehung aufgebaut haben.

Aussagen über die Anzahl der Likes, die man auf einen veröffentlichten Beitrag bekommt, finden die einen interessant. Andere reagieren eher negativ und sind der Meinung, dass wir allmählich zu einer Gesellschaft der Selbstgefälligen verkommen.

Die meisten von uns haben im Laufe der Jahre viele Kontakte geknüpft – zu Freunden, zu geschäftlichen Kontakten, zu ehemaligen und aktuellen Arbeitskollegen, zu denjenigen, mit denen wir studiert haben und die wir über Events oder sonstige berufsbezogene Aktivitäten kennen. Ein solch „typisches“ Netzwerk reicht den meisten LinkedIn Nutzern vollkommen aus.

Hohe Followerzahlen um jeden Preis?

Daneben gibt es jedoch andere, die – beseelt von einem unbestimmten Ziel, ihre Followerzahl zu erhöhen – ohne Sinn und Verstand Verlinkungsanfragen versenden und darauf hoffen, sich damit in die Höhen des LinkedIn Olymp zu katapultieren. Doch solche Vorhaben scheitern oft kläglich.

Jeder, der seine Follower und Kontakte auf LinkedIn vergrößern will, sollte sich als erstes über seine Ziele im Klaren sein. Was will ich erreichen? Will ich mein Standing im Unternehmen verbessern und von bestimmten Personen als Meinungsführer wahrgenommen werden? Möchte ich in meiner Community oder bei meinen Kunden als innovativer Geist wahrgenommen werden? Oder möchte ich zu einem bestimmten Thema als Experte anerkannt sein? All das lässt sich auf LinkedIn erreichen.

Genau deshalb ist es sinnvoll, sich über seine Absichten im Klaren zu sein und eine gute Strategie zu entwickeln.

Tribes

Zudem hilft das Konzept der „Tribes“, das erstmals vom Marketing-Vordenker Seth Godin formuliert wurde. Dabei geht es darum, dass Inhalte bei einer spezifischen und möglichst einflussreichen Gruppe Anklang finden sollten. Eine „Tribe“ anzusprechen bringt viele Vorteile und kann dich schnell einem größeren Publikum bekannt machen. Du kannst deine ganz eigenen Perspektiven einbringen, mit anderen diskutieren und damit sowohl deine Kompetenz weiter entwickeln als auch deine Wirkkraft erheblich verstärken und damit – deinen Einfluss. Ganz automatisch wird sich die Zahl deiner Follower erhöhen.

Ein Paradox: Die Followerzahl

Ja, es ist logisch: je mehr Personen mit dir auf LinkedIn verbunden sind, desto höher wertet LinkedIn das Engagement (Likes, Re-Shares, Kommentare usw.) im Vergleich zu einer Person mit einer geringeren Anzahl an Followern.

Alles, was du auf LinkedIn tust, alles, was du siehst, alle Anzeigen und Beiträge basieren auf vergangenen Aktivitäten und auf deren Reaktionen – analysiert, bewertet und gesteuert vom allmächtigen LinkedIn-Algorithmus.

Der funktioniert in etwa so: Deine Beiträge werden in die Feeds von etwa 10-15% deiner Follower geladen. Sobald du etwas postest – eine Meinung, einen Artikel, ein Video, ein Foto – teilt LinkedIn diesen Beitrag also nicht mit all deinen LinkedIn-Kontakten. Ungefähr 10-15 % deiner Kontakte sehen diesen Beitrag.

Abhängig von den Reaktionen dieser ersten 10-15 %, wird der Beitrag dann an die anderen 85-90 % (und deren Verbindungen) weitergeleitet. Auch wenn man nicht genau weiß, nach welchen Regeln die ersten 10-15% ausgesucht werden, so haben Experten doch eine Vermutung. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus denjenigen, die am stärksten mit dir interagieren und denjenigen, die erst kürzlich mit dir in Kontakt getreten sind oder ähnliche Interessen haben (Hashtags).

Das bedeutet im Umkehrschluss: Viele Verbindungen zu haben, gibt dir nur eine vermeintliche Beliebtheit. Warum: wenn du nur wenige deiner Follower auf deine Beiträge reagieren, wird sich das negativ auf deine Engagement-Werte (Likes, Kommentare, Re-Shares) auswirken. Als Autor und Ersteller von Inhalten wirst du damit von LinkedIn abgestraft und deine vielen Kontakte und „Follower“ nutzen dir herzlich wenig.

Gib deiner LinkedIn Präsenz einen Sinn

Wenn du mit deiner LinkedIn Präsenz ein Ziel verfolgst und deine Inhalte darauf ausrichtest, wirst du erfolgreich werden und musst nicht mehr auf Follower-Zahlen schielen.

– Wenn Du auf LinkedIn bist, um Gleichgesinnte zu erreichen und dich mit ihnen zu vernetzen, dann sollte dein Ziel sein, sich mit denjenigen in diesem Bereich zu vernetzen und Reationen von Personen aus diesem Kreis zu erhalten. Beschäftige dich mit deren Beiträgen – kommentiere. Gib deine Meinung, stimme zu, zeige Zustimmung, vielleicht sogar deine Bewunderung. Sie werden vielleicht das Gleiche tun.

– Wenn Du Geschichten oder Beiträge veröffentlichen möchten, die für dich und dein Anliegen von Bedeutung sind, dann tu genau das – aber halte dich an eine Reihe von Kernthemen, damit die Leute wissen, wofür du stehst. Denk daran, dass nicht alle deine Meinung teilen werden.

– Wenn dein Ziel ist, die größte Fangemeinde auf LinkedIn zu haben, vergiss es. Der LinkedIn Algorithmus ist unbestechlich. Er wertet die Interaktionen, die Reaktionen deiner Beiträge aus. Solange hier nichts zu sehen ist, werden deine Beiträge erbarmungslos herabgestuft werden.

Ich wünsche dir viel Erfolg und viel Spaß bei der Interaktion mit Gleichgesinnten auf LinkedIn. Gern bin ich für dich da, wenn du Fragen hast. Such dir am besten hier schon mal einen Termin mit mir aus.

Eva

Strategisch sichtbar werden: Wie du dich als Experte (auch in Nischen) auf LinkedIn erfolgreich positionierst

Viele glauben: Erfolg hängt von Talent, Abschlüssen oder der „richtigen“ Branche ab.
Die Wahrheit ist einfacher – und gleichzeitig anspruchsvoller:

Erfolg entsteht durch Klarheit, Sichtbarkeit und strategisches Handeln.

Das gilt für Angestellte genauso wie für selbstständige Experten.
Und ganz besonders für diejenigen, die in einem speziellen Fachgebiet unterwegs sind, das (noch) nicht im Rampenlicht steht.

Genau hier bietet LinkedIn enorme Chancen.

Nische schlägt Lautstärke

Wenn du in einem hochspezialisierten Bereich arbeitest, kennst du das vielleicht:

  • „Das versteht eh kaum jemand“
  • „Dafür interessiert sich doch keiner“
  • „Das ist zu speziell für Social Media“

Falsch gedacht.

Gerade Nischen haben auf LinkedIn einen entscheidenden Vorteil:
Weniger Wettbewerb – aber eine sehr klare Zielgruppe.

Was du brauchst, ist nicht mehr Reichweite.
Du brauchst die richtigen Menschen. (Siehe dazu auch meinen Artikel: Followerzahlen sind nicht alles)

Sichtbar sein reicht nicht – du musst einorden

Sichtbarkeit ist gut.
Einordnung ist besser.

Viele posten Inhalte – aber ohne Kontext.
Gerade bei komplexen Themen führt das dazu, dass niemand wirklich andockt.

Wenn du Experte bist (z. B. in einem technischen, wissenschaftlichen oder wenig bekannten Bereich), dann ist deine wichtigste Aufgabe:

👉 Dinge verständlich machen
👉 Zusammenhänge erklären
👉 Relevanz herstellen

Du bist nicht nur Fachperson.
Du bist Übersetzer.

Positionierung: Wofür stehst du konkret?

Egal ob angestellt oder selbstständig:
Ohne klare Positionierung wirst du nicht greifbar.

Frag dich:

  • Für welches Thema willst du bekannt sein?
  • Welche Probleme löst du konkret?
  • Für wen ist dein Wissen besonders wertvoll?

Gerade in Nischen gilt:
Je klarer du bist, desto stärker wirst du wahrgenommen.

Warte nicht auf Aufmerksamkeit – baue sie auf

Viele hoffen, „entdeckt“ zu werden.

Besser: Du wirst aktiv.

Teile regelmäßig:

  • Einordnungen zu deinem Fachgebiet
  • typische Fehler oder Missverständnisse
  • konkrete Praxisbeispiele

So entsteht Schritt für Schritt:

  • Vertrauen
  • Wiedererkennung
  • Relevanz

Und genau das führt zu:

  • Anfragen
  • Kooperationen
  • neuen Möglichkeiten

LinkedIn als Experten- und Community-Plattform

LinkedIn ist nicht nur ein Karrierenetzwerk.
Es ist eine Plattform, auf der sich Communities bilden.

Das bedeutet für dich:

  • Du kannst gezielt Gleichgesinnte finden
  • Du kannst Diskussionen anstoßen
  • Du kannst dein Thema aktiv besetzen

Gerade für weniger sichtbare Fachgebiete ist das Gold wert.

Denn oft denken viele:
„Ich bin der Einzige mit diesem Thema.“

Sind sie nicht.
Sie sind nur noch nicht miteinander vernetzt.

Wissen teilen: Dein größter Hebel

Du musst kein Influencer sein.
Aber du solltest sichtbar denken.

Teile zum Beispiel:

  • kurze Erklärungen komplexer Themen
  • Learnings aus deiner Praxis
  • neue Entwicklungen in deinem Bereich

Wichtig:
Sprich nicht nur für Experten – sondern auch für Interessierte.

Das erweitert deine Reichweite, ohne deine Tiefe zu verlieren.

Unterstütze andere – und wachse selbst

Gerade in kleineren Fach-Communities gilt:

👉 Sichtbarkeit ist keine Einbahnstraße

Wenn du:

  • Beiträge anderer kommentierst
  • Wissen teilst
  • Verbindungen herstellst

… wirst du automatisch Teil eines Netzwerks.

Und genau dort entstehen:

  • Empfehlungen
  • Kooperationen
  • neue Projekte

Typische Fehler von Experten (vor allem in Nischen)

Ein kurzer Reality-Check:

❌ „Mein Thema ist zu speziell“
❌ zu komplexe, schwer verständliche Inhalte
❌ keine klare Zielgruppe
❌ zu wenig Aktivität
❌ Perfektionismus statt Umsetzung

👉 Besser:

  • einfach starten
  • verständlich bleiben
  • regelmäßig sichtbar sein
  • mutig Position beziehen

Fazit: Deine Nische ist deine Stärke

Du musst nicht lauter sein als andere.
Du musst klarer sein.

Wenn du:

  • dein Fachgebiet verständlich machst
  • dich klar positionierst
  • regelmäßig sichtbar bist

… wirst du genau die Menschen erreichen, die du erreichen willst.

Und genau daraus entstehen echte Chancen.

Wenn du deine Positionierung schärfen, deine Inhalte strukturieren oder deine LinkedIn-Strategie gezielt aufbauen möchtest:
Melde dich gern bei mir.

Fokus, Baby! Solltest du einigen Kontakten auf LinkedIn den Rücken kehren?

Warum es sinnvoll ist, ausgewählte LinkedIn-Kontakte stummzuschalten

Kennst du das? Soziale Medien können wirklich viel Zeit verschlingen. Man scrollt und klickt sich durch Beiträge, lacht und freut sich mit alten Kollegen, man schaut, wo sie jetzt arbeiten. Dabei denkt man daran, dass man sich mal wieder bei anderen alten Freunden melden wollte, durchstöbert Bilder von Messen, überlegt, welche Gesichter man noch kennt, und schon sind zwei Stunden vergangen, ohne dass man wirklich produktiv war.

Sicher, es ist in Ordnung, sich manchmal treiben zu lassen.  Leider aber zieht uns LinkedIn immer dann in seinen Bann, wenn es eigentlich Wichtigeres zu tun gäbe. Wir lassen uns statt dessen von sozialen Plattformen ablenken und ärgern uns danach über die vertane Zeit.

Aber wir wollen alle LinkedIn für unsere beruflichen Ziele nutzen. Wenn du auf deiner Startseite nach unten scrollst, wirst du vielleicht viele Beiträge von Kontakten sehen, die für dich nicht so interessant sind und dir die Konzentration rauben. Vielleicht möchtest du diese Aktivitäten nicht mehr in deinem Feed sehen, da sie dich daran hindern, Beiträge von Kunden oder Personen zu entdecken, die dich wirklich interessieren.

Wie du auf LinkedIn deinen Fokus behältst

Was kannst du also tun, wenn solche Beiträge stören? Ich werde es dir anhand eines Beispiels erklären. Dorothee hat mit mir in einem früheren Projekt zusammen gearbeitet. Sie ist fantastisch und wir hatten wirklich viel Spaß zusammen. Leider ist sie auch eine eifrige LinkedIn Nutzerin und meine Startseite quillt über von ihren Beiträgen, Kommentaren und Likes. Das ist zwar unterhaltsam, lenkt mich aber über Gebühr ab.

Immer wenn du auf einen solchen Beitrag stößt oder bemerkst, dass jemand zu viele Likes vergibt und damit deinen Feed (also deine Startseite) befüllt, kannst du Folgendes tun:

  1. Suche nach den drei kleinen Punkten in der Ecke des Beitrags.
  2. Klicke darauf, um ein Dropdown-Menü zu öffnen.
  3. Wähle die vierte Option: „[Person] nicht mehr folgen.“

Was passiert, wenn du Kontakten nicht mehr folgst?

Wenn du diese Option wählst, wirst du keine Beiträge, Likes oder Kommentare mehr von der betreffenden Person sehen. Ihr bleibt trotzdem miteinander vernetzt. Die Person wird über deine Entscheidung nicht benachrichtigt. Sie wird weiterhin deine Beiträge, Kommentare und Likes sehen können, während du nichts mehr von ihr sehen wirst.

Es gibt keine Möglichkeit, eine selektive Ansicht von Beiträgen, Likes oder Kommentaren dieser Person zu haben. Du kannst entweder einer Person vollständig folgen und alles sehen oder gar nichts.

Was noch passiert, wenn du Kontakten nicht mehr folgst: Wenn du einer Person nicht mehr folgst, bedeutet das, dass du keinerlei Aktivitäten dieser Person mehr in deinem Netzwerk sehen wirst. Selbst wenn die Person dich in einem Beitrag erwähnt oder markiert, wirst du keine Benachrichtigung darüber erhalten. Es ist, als ob diese Person nicht mehr in deinem Netzwerk existiert.

Du kannst dies immer rückgängig machen, indem du das Profil der Person besuchst und erneut auf „Folgen“ klickst.

Mehr Fokus = mehr Business

Manchmal ändern Personen in meinem Netzwerk ihren beruflichen Weg und bewegen sich in Richtungen, die nichts mit meinem Geschäft zu tun haben. Trotzdem möchte ich die Verbindung aufrechterhalten, auch wenn unsere Interessen nicht mehr übereinstimmen.

Für mich ist es hilfreich, bestimmte Kontakte in meinem Netzwerk stummzuschalten, besonders wenn ihre Aktivitäten nicht meinen Interessen entsprechen. Trotzdem möchte ich in Verbindung bleiben und ihnen ab und zu Nachrichten senden können. In solchen Fällen ist es sinnvoll, diesen Personen nicht mehr zu folgen.

Abgesehen von solchen Ausnahmen neige ich dazu, den meisten meiner Kontakte auf LinkedIn zu folgen. Wie „streng“ du mit dem Thema folgen/entfolgen umgehen willst, musst du natürlich selbst entscheiden. Die Frage, die du dir in diesem Zusammenhang stellen solltest lauten: „Wie intensiv will ich LinkedIn für mein berufliches Fortkommen nutzen?“ , „Wie wichtig ist es mir, über die betreffende Prson immer auf dem Laufenden zu sein?“

Möchtest auch du LinkedIn effektiver für deine beruflichen Ziele nutzen? Gern begleite ich dich dabei und zeige dir Wege, die speziell für dich gut funktionieren. Für ein erstes Gespräch bin ich nur einen Anruf entfernt. Such dir doch hier gleich einen  Termin für ein Telefonat  aus.

Happy Networking!

Eva

Verwandte Themen:

 

LinkedIn weltweit: Warum Deutsche oft zu ernst posten.

(Und wie du es besser machst.)

Ich habe auf LinkedIn Kontakte aus der ganzen Welt. Und ganz ehrlich: Mein Feed ist manchmal wie ein Kurztrip um den Globus.

Da findest du:

  • spannende Business-News
  • interne Updates
  • herrlich schrägen Humor
  • und überraschend persönliche Geschichten

Also: alles, was Kommunikation lebendig macht.

Und dann gibt es… Deutschland.
Präzise. Fachlich. Fundiert.
Und manchmal ein kleines bisschen… trocken.

Deutsche Gründlichkeit trifft auf internationalen Humor

Klar, Klischees sind mit Vorsicht zu genießen.
Aber ein bisschen Wahrheit steckt oft drin.

Während viele Deutsche posten wie in einem Fachartikel, gehen andere deutlich lockerer ran:

  • USA: Storytelling, Persönlichkeit, Humor
  • Großbritannien: trockener Witz mit Tiefgang
  • Niederlande: direkt, ehrlich, angenehm ungefiltert

Und in Deutschland?

„Hier sind 5 Fakten. Punkt.“

Nicht falsch. Aber oft auch nicht besonders nahbar.

Herkunft spielt auch auf LinkedIn eine Rolle

Auch wenn LinkedIn international ist:
Kultur prägt, wie du kommunizierst.

Das zeigt sich besonders im Business-Kontext:

  • Deutsche: strukturiert, faktenbasiert, eher zurückhaltend
  • Englischsprachige Länder: persönlicher, dialogorientierter
  • Niederländer: direkt und unkompliziert

Das Problem?
Was hier professionell wirkt, kann international schnell distanziert rüberkommen.

LinkedIn in Deutschland: Noch im „Karriere-Modus“

Ein Grund dafür: LinkedIn wird in Deutschland oft noch wie ein digitales CV genutzt.

Viele denken zuerst an:

  • Jobsuche
  • Recruiting
  • Lebenslauf-Optimierung

Deshalb siehst du oft:

  • viele Titel
  • viele Qualifikationen
  • wenig Persönlichkeit

Dabei ist LinkedIn längst mehr als das.

Es ist deine Bühne für Sichtbarkeit, Vertrauen und echte Beziehungen.

Der Klassiker: „Du“ oder „Sie“?

Ein typisch deutsches Thema:
Wie sprechen wir uns eigentlich an?

International ist alles einfach: „you“.
Bei uns: kleines Drama.

  • Du?
  • Sie?
  • #gerneperdu?

Das Ergebnis: Unsicherheit.
Und genau die merkt man vielen Beiträgen an.

Mein Tipp: Entscheide dich bewusst – und bleib dabei.

Titel sind gut – Persönlichkeit ist besser

Ja, deine Abschlüsse sind wichtig.
Deine Position auch.

Aber sie allein bringen dir keine Anfragen.

Was wirklich wirkt:

  • klare Haltung
  • verständliche Sprache
  • ein bisschen Persönlichkeit

Denn auch im B2B gilt:
Menschen arbeiten mit Menschen.

Nicht mit Lebensläufen.

Sichtbarkeit: So fällst du positiv auf

Hier ein paar einfache (und wirksame) Tipps:

  1. Zeig mehr als deinen Lebenslauf

Was treibt dich an? Wofür stehst du?

  1. Schreib wie ein Mensch

Nicht wie ein Whitepaper.
Klar, direkt, gern mit einem Augenzwinkern.

  1. Teile Inhalte mit Meinung

Fakten sind gut.
Deine Perspektive macht den Unterschied.

  1. Sei regelmäßig aktiv

Kommentiere, like, bring dich ein.
So entstehen echte Beziehungen.

  1. Trau dich, lockerer zu sein

Du musst kein Entertainer werden.
Aber ein bisschen Leichtigkeit wirkt Wunder.

Was du besser vermeiden solltest

Kleiner Reality-Check:

  • ❌ nur Fachbegriffe, keine Persönlichkeit
  • ❌ Beiträge ohne klare Aussage
  • ❌ extreme Zurückhaltung
  • ❌ „Ich will nicht auffallen“-Mindset

Und ganz wichtig:

👉 Politik und Religion lieber rauslassen
(LinkedIn ist kein Stammtisch)

Deutsches Bier und deutsche Posts

Eine Freundin aus Den Haag hat es mal perfekt gesagt:

„Euer Bier ist super. Aber ihr nehmt euch manchmal genauso ernst.“

Heißt:
Ein bisschen weniger „bierernst“ würde oft schon reichen.

Fazit: Mehr Mut, mehr Wirkung

Du brauchst kein perfektes Englisch, keinen Influencer-Stil und keine täglichen Posts.

Was du brauchst:

  • Klarheit
  • Haltung
  • und den Mut, dich als Mensch zu zeigen

Dann passiert genau das, was du willst:
Du wirst nicht nur gelesen – du wirst angesprochen.

Wenn du dein Profil schärfen oder deine LinkedIn-Kommunikation gezielt verbessern willst:
Meld dich gern bei mir oder reserviere dir einen Termin in meinem Kalender.

Herzliche Grüße,

Eva

Experte UND Partylöwe: Mit Kommentaren zum Erfolg auf LinkedIn

Stell dir vor, du bist Spezialist zu einem speziellen Thema und veröffentlichst regelmäßig Artikel und Fachbeiträge zu deinem Fachgebiet. Ansonsten lebst du aber in deinem Kämmerchen und fühlst dich ziemlich wohl in deinem Einsiedlertum. Denkst du, du wirst als Experte Anerkennung finden? Wirst du zu Vorträgen oder als Gesprächspartner in einer Podiumsdiskussion eingeladen werden? Wirst du lukrative Aufträge abschließen? Wohl eher nicht. Vielleicht bist du in einer kleinen Expertencommunity gern gesehen. Aber in barer Münze wird sich dieser Austausch wohl nicht auszahlen.

Wechseln wir nun die Szenerie und begeben wir uns auf LinkedIn. Auch hier kannst du Artikel über Artikel, Blogbeitrag über Blogbeitrag veröffentlichen und die Chancen stehen nicht schlecht, dass niemand deine Texte liest. Warum wohl? Du connectest vielleicht nicht mit deinem Zielpublikum.

Und damit kommen wir auch schon auf die wichtige Funktion des Kommentierens: LinkedIn-Kommentare sind weit mehr als nur eine Nebenbeschäftigung. Richtig eingesetzt, können sie dein Netzwerk erweitern, Beziehungen aufbauen und dir neue berufliche Chancen eröffnen. In diesem Blogpost zeige ich dir, warum Kommentieren auf LinkedIn so effektiv ist:  

Expertentum braucht den Small Talk

Du denkst, LinkedIn dreht sich nur ums Posten? Falsch gedacht! Kommentare ermöglichen dir echte, persönliche Interaktionen – wie ein kurzes, privates Gespräch mit dem Autor eines Beitrags. 

Wenn dein Kommentar relevant, emotional oder inspirierend ist, bleibt dein Name hängen – und zwar nicht nur beim Autor, sondern auch bei dessen Netzwerk. Durch kontinuierliches, durchdachtes Kommentieren baust du langfristig Beziehungen auf und erweiterst dein Einflussgebiet.

Funktioniert das wirklich, oder ist das nur ein „Hack“?

Gute Kommentare sind kein kurzfristiger Trick, sondern eine bewährte Strategie. Stell dir vor, du triffst jemanden, der dich auf Anhieb beeindruckt. Genau dieses Gefühl kannst du mit deinen Kommentaren erzeugen – beim Ersteller des Beitrags den du kommentierst aber auch bei anderen Lesern.

Mit durchdachten Kommentaren kannst du Türen öffnen, von deren Existenz du vorher nichts wusstest.

Warum bekomme ich keine Reaktionen auf meine Kommentare?

Vielleicht kommentierst du schon seit Monaten, ohne dass sich etwas tut. Das liegt oft an zwei Dingen:

  1. Mangel an Substanz: Viele Kommentare sind oberflächlich oder bieten keinen Mehrwert.
  2. Fehlendes Ausdrucksstärke: In Gesprächen nutzen wir Mimik und Gestik, um Emotionen zu vermitteln. Online zählt nur der Text. Ohne Übung wirken Kommentare oft missverständlich oder emotionslos.

Die Lösung? Eine klare Strategie, wie du wertvolle Inhalte schreibst, die authentisch und fesselnd wirken.

Wie unterscheide ich mich von meinen „Kommentar-Konkurrenten“?

Die Konkurrenz bei Beiträgen mit vielen Kommentaren kann einschüchternd wirken. Aber keine Sorge: Qualität schlägt Quantität.

Von 100 Kommentaren sind vielleicht 90 belanglos. Ein durchdachter, einzigartiger Kommentar bringt dich sofort in die Top 10. Es geht nicht darum, besser als alle zu sein – sondern darum, unvergesslich zu sein.

Kleiner Tipp am Rande: KI ist hier oft nicht soo gut. Die besten Kommentare entstehen von Hand.

Wann sehe ich Ergebnisse?

Wenn du motiviert bist und regelmäßig kommentierst, kannst du erste Reaktionen innerhalb von ein bis zwei Wochen erwarten. Beziehungen brauchen jedoch Zeit. Manche Kontakte entwickeln sich sofort, andere über Monate.

Der Schlüssel ist, dranzubleiben. Mit der richtigen Technik steigen deine Chancen langfristig erheblich.

Fazit

LinkedIn-Kommentare sind dein geheimer Schlüssel zu besseren Verbindungen, mehr Sichtbarkeit und spannenden Möglichkeiten. Mit der richtigen Strategie machst du aus jeder Interaktion einen bleibenden Eindruck.

Hast du jetzt Lust darauf bekommen, deine Expertise mit dem perfekten Touch Party Talk hervorzuheben? Gern zeige ich dir, wie du die häufigsten Fehler vermeidest und schnell sichtbare Ergebnisse erzielst. Ich freue mich auf das Gespräch mit dir. Such dir am besten hier gleich einen Termin für ein Telefonat mit mir aus.

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