(Und wie du es besser machst.)
Ich habe auf LinkedIn Kontakte aus der ganzen Welt. Und ganz ehrlich: Mein Feed ist manchmal wie ein Kurztrip um den Globus.
Da findest du:
- spannende Business-News
- interne Updates
- herrlich schrägen Humor
- und überraschend persönliche Geschichten
Also: alles, was Kommunikation lebendig macht.
Und dann gibt es… Deutschland.
Präzise. Fachlich. Fundiert.
Und manchmal ein kleines bisschen… trocken.
Deutsche Gründlichkeit trifft auf internationalen Humor
Klar, Klischees sind mit Vorsicht zu genießen.
Aber ein bisschen Wahrheit steckt oft drin.
Während viele Deutsche posten wie in einem Fachartikel, gehen andere deutlich lockerer ran:
- USA: Storytelling, Persönlichkeit, Humor
- Großbritannien: trockener Witz mit Tiefgang
- Niederlande: direkt, ehrlich, angenehm ungefiltert
Und in Deutschland?
„Hier sind 5 Fakten. Punkt.“
Nicht falsch. Aber oft auch nicht besonders nahbar.
Herkunft spielt auch auf LinkedIn eine Rolle
Auch wenn LinkedIn international ist:
Kultur prägt, wie du kommunizierst.
Das zeigt sich besonders im Business-Kontext:
- Deutsche: strukturiert, faktenbasiert, eher zurückhaltend
- Englischsprachige Länder: persönlicher, dialogorientierter
- Niederländer: direkt und unkompliziert
Das Problem?
Was hier professionell wirkt, kann international schnell distanziert rüberkommen.
LinkedIn in Deutschland: Noch im „Karriere-Modus“
Ein Grund dafür: LinkedIn wird in Deutschland oft noch wie ein digitales CV genutzt.
Viele denken zuerst an:
- Jobsuche
- Recruiting
- Lebenslauf-Optimierung
Deshalb siehst du oft:
- viele Titel
- viele Qualifikationen
- wenig Persönlichkeit
Dabei ist LinkedIn längst mehr als das.
Es ist deine Bühne für Sichtbarkeit, Vertrauen und echte Beziehungen.
Der Klassiker: „Du“ oder „Sie“?
Ein typisch deutsches Thema:
Wie sprechen wir uns eigentlich an?
International ist alles einfach: „you“.
Bei uns: kleines Drama.
- Du?
- Sie?
- #gerneperdu?
Das Ergebnis: Unsicherheit.
Und genau die merkt man vielen Beiträgen an.
Mein Tipp: Entscheide dich bewusst – und bleib dabei.
Titel sind gut – Persönlichkeit ist besser
Ja, deine Abschlüsse sind wichtig.
Deine Position auch.
Aber sie allein bringen dir keine Anfragen.
Was wirklich wirkt:
- klare Haltung
- verständliche Sprache
- ein bisschen Persönlichkeit
Denn auch im B2B gilt:
Menschen arbeiten mit Menschen.
Nicht mit Lebensläufen.
Sichtbarkeit: So fällst du positiv auf
Hier ein paar einfache (und wirksame) Tipps:
- Zeig mehr als deinen Lebenslauf
Was treibt dich an? Wofür stehst du?
- Schreib wie ein Mensch
Nicht wie ein Whitepaper.
Klar, direkt, gern mit einem Augenzwinkern.
- Teile Inhalte mit Meinung
Fakten sind gut.
Deine Perspektive macht den Unterschied.
- Sei regelmäßig aktiv
Kommentiere, like, bring dich ein.
So entstehen echte Beziehungen.
- Trau dich, lockerer zu sein
Du musst kein Entertainer werden.
Aber ein bisschen Leichtigkeit wirkt Wunder.
Was du besser vermeiden solltest
Kleiner Reality-Check:
- ❌ nur Fachbegriffe, keine Persönlichkeit
- ❌ Beiträge ohne klare Aussage
- ❌ extreme Zurückhaltung
- ❌ „Ich will nicht auffallen“-Mindset
Und ganz wichtig:
👉 Politik und Religion lieber rauslassen
(LinkedIn ist kein Stammtisch)
Deutsches Bier und deutsche Posts
Eine Freundin aus Den Haag hat es mal perfekt gesagt:
„Euer Bier ist super. Aber ihr nehmt euch manchmal genauso ernst.“
Heißt:
Ein bisschen weniger „bierernst“ würde oft schon reichen.
Fazit: Mehr Mut, mehr Wirkung
Du brauchst kein perfektes Englisch, keinen Influencer-Stil und keine täglichen Posts.
Was du brauchst:
- Klarheit
- Haltung
- und den Mut, dich als Mensch zu zeigen
Dann passiert genau das, was du willst:
Du wirst nicht nur gelesen – du wirst angesprochen.
Wenn du dein Profil schärfen oder deine LinkedIn-Kommunikation gezielt verbessern willst:
Meld dich gern bei mir oder reserviere dir einen Termin in meinem Kalender.
Herzliche Grüße,
Eva

