Neues Jahr, neuer Look – auch auf LinkedIn!

Ein All-Star LinkedIn-Profil ist die Mühe wert! Auf diese drei Elemente solltest du deine Aufmerksamkeit richten.

Ein alter Bekannte meinte einmal: Blogs sind wie Haie: Wenn sie sich nicht bewegen, sterben sie (Da hab ich doch tatsächlich auch mal wieder was über die Meeresfauna gelernt!).

Mit deinem LinkedIn Profil verhält es sich ähnlich! Es ist definitiv besser, wenn sich hier etwas regt und du dich nicht auf dem „perfekten“ Profil – deinen Lorbeeren aus vergangenen Tagen – ausruhst.

Wenn du möchtest, dass dein Unternehmen wächst, gedeiht und sich in die richtige Richtung weiter entwickelt, rate ich dir, auch dein Profil immer wieder mit kritischem Auge zu überprüfen. Das neue Jahr ist die perfekte Gelegenheit dazu.

Die drei wichtigsten Elemente deines Profils sind dein Foto, dein Banner und deine Message. Warum? Weil sie ganz oben sichtbar sind und darüber entscheiden, ob dein Besucher weiter nach unten scrollt und mehr über dich wissen will. Ob er vielleicht sogar den Link zu deiner Website oder zu deinen Posts und Artikeln findet. Oder ob er sich zumindest ansieht, welche Kontakte ihr gemeinsam habt.

Daher hier meine Profi-Tipps zu diesen drei wichtigen Elementen:

Dein Foto

Wusstest du, dass ein LinkedIn Profil mit Foto 21x häufiger aufgerufen wird, als eines ohne Foto? Dass diese Person mehr als 30x mehr Nachrichten bekommt, als wenn sie kein Foto von sich in ihrem Profil hätte?

Das ist nicht verwunderlich. Jeder will sich ein Bild von dem Menschen machen, mit dem er kommuniziert. Und ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Daher sollte es

  • keine Filter oder sonstigen Schnickschnack haben
  • nicht schwarz/weiß sein
  • dich von den Schultern aufwärts zeigen.
  • so scharf sein, dass es auch auf dem Handy noch gut zu erkennen ist.

Vor allem sollte dein Bild die richtige Botschaft transportieren. Wenn du neue Kunden gewinnen möchtest, solltest du offen, sympathisch und professionell daher kommen. Wie ein Mensch, mit dem man gern ins Gespräch kommt. Abhängig davon, welche Menschen du ansprechen möchtest, ist professionell natürlich weit interpretierbar. Als Rechtsanwältin erwartet man von dir sicher ein anderes Auftreten als von einem Yoga-Lehrer.

Profitipp:

Investiere in ein professionelles Foto. Geh zu einem guten Fotografen, der dich gut in Szene setzt. Alternativ höre wenigstens auf das Feedback guter Freunde. Oft täuscht einen die eigene Wahrnehmung und man greift zu einem Foto, das unsympathisch, sexy oder auf eine andere Weise ungeeignet ist.

Dein Banner

Das Banner – frei gestaltbar – ist wie auch dein Foto ein Moment der Wahrheit. Hier kannst du wirklich viel über dich sagen und eine Einladung aussprechen, weiter zu gucken.

Ein Foto von dir in Aktion sagt hier möglicherweise schon viel. Vielleicht zeigt es dich im Gespräch mit Kunden oder es zeigt ein Werkstück, das du für deinen letzten Kunden gebaut hast.

Wenn du jedoch Schwierigkeiten hast, ein solch aussagekräftiges Bild zu finden, rate ich dir dazu, dein Banner tatsächlich zu gestalten. Da kannst du mehrere Bild- und Schriftelemente zusammenfügen und zu einem einladendem Ganzen gestalten. Vielleicht willst du ein Zitat mit einem Bild kombinieren oder auf einen aktuellen Event hinweisen.

Der Angler weiß: Der Wurm muss dem Fisch schmecken. Denk deshalb immer daran, dass dein Banner nicht dir, sondern deinen zukünftigen Kunden gefallen muss. Richtig austoben ist also nicht angesagt. Setze Gimmicks wie Leuchtschrift oder Bewegtbilder eher nicht ein. Dein Kunde will nicht überfrachtet werden. Er muss sich ja erst einmal zurechtfinden, und verstehen, was du anbietest.

Profitipp

Es gibt schon viele kostenlose Tools, mit denen du dein Banner auch als Laie selbst gestalten kannst. Ein Beispiel ist www.canva.com. Einfach registrieren und loslegen. Das Design das du dir erstellt hast, wird automatisch gespeichert und du kannst es dir im passenden Format downloaden (bzw. auf LinkedIn hochladen).

Deine Message

Auf Deine LinkedIn-Überschrift solltest du großen Wert legen und dir eine passende Zeile gut überlegen. Vielleicht legst du dir ja einen Pool von guten Schlagzeilen zu, den du immer wieder erweiterst und aktualisierst?

Wichtig sind: Schlüsselwörter (#hashtags), Zielpublikum, dein Alleinstellungsmerkmal

Eine perfekte Schlagzeile spricht – wie sollte es anders sein – deine Kunden und Klienten an. Sie verspricht Wert und Lösungen – eben die Vorteile, die Menschen durch die Zusammenarbeit mit dir haben. (das Problem, das Sie lösen bzw. die Lösungen, die Sie anbieten).

Wie bei allen Online-Inhalten ist auch deine LinkedIn-Überschrift nach Schlüsselwörtern (Keywords) durchsuchbar.

Alles, was in einer Suchmaschine gesucht wird, gilt als Schlüsselwort, egal ob es sich dabei um ein einzelnes Wort oder eine Phrase handelt.

Sie sollten Ihre Überschrift (und Ihr Profil) mit Schlüsselwörtern optimieren, damit Sie besser gefunden werden. SEO (Search Engines) ist auf LinkedIn von großer Bedeutung.

Wenn Du deine Schlüsselwörter  klug wählst, kletterst du in den Suchergebnissen sofort nach oben und erscheinst auf der ersten Seite der LinkedIn-Suche.

Profitipp

Such doch mal auf LinkedIn nach Schlüsselwörtern, indem du in der Suchleiste deinen Begriff mit dem Hashtag-Zeichen # vorab eingibst. Du erhältst idealerweise ein Ergebnis darüber, wieviele Follower der eingegebene Hashtag hat. Darauf basierend kannst du dir deine Hashtags selbst zusammenstellen. Beachte dabei aber, dass allein die Anzahl der Follower nicht das wichtigste für ein gutes Set an Hashtags ist. Hier schreibe ich mehr darüber.

Hast du Fragen darüber, wie du dein Linkedin-Profil perfekt gestaltest? Hier kannst du einen persönlichen Workshop buchen. Oder willst du erst mal mit mir sprechen? Gerne. Such dir einfach einen Termin aus.

Auf LinkedIn bei Deinen Lieblingskunden anklopfen – 3 Tipps, 2 No-Gos

Meine Erfolgsformel für gelungenes Messaging (mit Beispielen)

Die Erfahrung zeigt´s, harte Fakten untermauern es: LinkedIn ist die perfekte Plattform, um mit seinen Wunschkunden in Kontakt zu treten. Als Geschäftsentwicklerin, die vor vielen, vielen Jahren im Telemarketing begonnen hat, ist LinkedIn für mich DAS Tool für die Kaltakquise im komplexen B2B-Geschäft. Die gute Nachricht ist: für gelungene Kontaktanbahnungen braucht niemand eine kostspielige Sales Navigator Lizenz, für den Anfang tut es sogar die kostenfreie Basis Version.

Eine gute Message zu verfassen ist jedoch immer noch eine echte Königsdisziplin – nicht umsonst heißt es in Marketingkreisen „Content is king“. Die meisten Nachrichten sind langweilig, austauschbar und nichtssagend. Sie wecken bei ihren Empfängern nur selten Interesse. Im schlimmsten Fall schreien sie geradezu „KAUF MICH“, so dass der Schuss sofort nach hinten losgeht.

Wie also geht die große Kunst, deine Kunden auf LinkedIn effektiv anzusprechen? Das Verfassen von kleinen Nachrichten mit hoher Erfolgsquote ist nur dann schwer, wenn du die Erfolgskriterien nicht kennst. Was machen ein paar Wörter also zur guten, konvertierenden Message? Hier sind meine drei wichtigsten Tipps:

1. Bring erst dein Profil in Topform

Wenn du deine potentiellen Kunden mit einem nachlässig verfassten Profil ansprichst, lohnt sich die Mühe, die du in deine Messages steckst, eigentlich gar nicht. Denn mit einer tollen Nachricht sehen sich deine Angesprochenen natürlich sofort auf deinem Profil um. Schade wäre es, wenn sie durch die mangelnde Aussagekraft deines Profils, ein unvorteilhaftes Foto oder fehlende Inhalte die Message sofort als unqualifiziert einstufen.

Vielmehr solltest du dein Profil dafür nutzen, um die Glaubwürdigkeit deiner Nachricht zu unterstreichen. Deine Wunschkunden sollten auf einen Blick sehen, welches Unternehmen du vertrittst und wofür du stehst. Für das Profil gilt: Mehr ist mehr. Scheue dich nicht, viel über dich zu zeigen. Dein Lebenslauf ist dabei nicht alles. Der Bereich „About“ ist zum Beispiel der perfekte Ort, um zu erzählen, wie du und dein Produkt deinen Kunden zum Erfolg bringt.

Auch deine Aktivitäten sind wichtig: Deine Profilbesucher sollten idealerweise gleich erkennen, dass du viel sagen hast und aktiv bist. Artikel, Beiträge, kompetente und teilweise humorvolle Kommentare zu relevanten Themen: all das fördert das Vertrauen deiner Besucher in deine Kompetenz und dein Engagement. Mehr dazu hier.

2. Kurz und knapp, auf den Punkt

Wie also füllt man seine Vertriebspipeline mit hochwertigen Leads? Hier liegt die Kunst in der gezielten Formulierung. Die Message sollte einen Wunschzustand oder die Vermeidung eines Risikos ansprechen. Sie sollte spannend genug sein, dass sein Interesse geweckt ist. Mehr braucht es für den Anfang gar nicht.

Eine LinkedIn Nachricht ist keine Kalakquise email! Beide dienen zwar dem gleichen Zweck (wobei die Kaltakquise email natürlich erheblich weniger Konversion erzielt), aber es gibt eine ganz erheblichen Unterschied.

Die E-Mail ist ein Kommunikationskanal der für längere Nachrichten gedacht ist. LinkedIn Messages sind eher mit einer WhatsUp oder Signal-Nachricht vergleichbar. Schon der Raum, der für eine solche Nachricht zur Verfügung steht, deutet darauf hin. Hier sind keine weitschweifigen Erklärungen angebracht. Man hat ein kleines Fenster mit einer begrenzten Zeichenanzahl zur Vefügung. Der Leser sieht die Nachricht sofort in einem Stück, er muss meist nicht einmal nach unten scrollen.

Tipp: Wenn dein Interessent erst nach dem Öffnen der Nachricht entscheiden kann, ob er sie lesen will oder nicht, ist sie zu lang. Eine solche Nachricht ist nicht nur ärgerlich für deine potentiellen Kunden. Sie macht auch einen „spammigen“ Eindruck und zeigt dich als Absender nicht unbedingt in einem guten Licht. Deine Nachricht sollte also nur ein paar prägnante Sätze enthalten.

3. Der Mensch hinter der Nachricht

Wenn du nun eine für deinen Ansprechpartner geeignete, werthaltige Formulierung gefunden hast, ist es wichtig noch einen anderen Vorbehalt bei deinem Gesprächskunden zu überwinden. Dieser Vorbehalt heißt: „Ach, das schickt der doch an hunderte Ansprechpartner“. Klar, niemand will ein kleiner unbedeutender Mensch in der Masse sein. Aus diesem Grund solltest du dir die Zeit nehmen, deine Nachricht zu personalisieren. Deine Formulierung sollte individuell auf ihn abgestimmt sein, so dass dein Ansprechpartner erkennt: Hey, der meint genau mich! Dazu hilft dir das Profil deines Ansprechpartners. Bezieh dich auf Gemeinsamkeiten, auf etwas, was er vor kurzem selbst gepostet hat.

Jetzt wirst du sagen: Das ist viel Arbeit! Und ich entgegne: Ja, aber sie zahlt sich aus. Ganz nebenbei trainierst du dich in der hohen Kunst des echten Interesses. Du schulst deine natürliche Neugier, die dich als Vertriebsexperten weiter bringt; das wird sich auf eure weiteren Gespräche auswirken. Der Aufwand ist es wert und ich habe viele gute Erfahrungen damit gemacht.

Die Message sollte nicht zu perfekt sein. Sie sollte eine gelungene Mischung aus Expertentum, Lösungsversprechen und netter Einladung sein. Schreibe deine Nachricht so, wie du auch persönlich mit einer Person sprechen würdest. Stell dir vor, du stehst dieser Person direkt gegenüber, zum Beispiel auf einem Branchenevent.

Übrigens: ein kleiner Rechtschreibfehler in deiner Message schadet manchmal auch nicht. Es zeigt dich als fehlbaren Menschen und signalisiert: Das ist garantiert keine automatisierte Nachricht (den Namen deines Ansprechpartners solltest du allerdings immer richtig schreiben).

1. NOGO: LinkedIn InMails

Eigentlich ist es klar: Mit dem Versenden einer InMail kaufst du dir von LinkedIn die Erlaubnis, in das Postfach eines anderen Menschen zu gelangen. Du kannst ihm eine Nachricht mit mehr als 300 Zeichen senden, ohne dass du mit ihm verlinkt bist. Eine InMail ist eine Nachricht, die du unaufgefordert verschickst. Auch wenn du die Nachricht nur an einen Adressaten verschickst: Für den Empfänger ist sie vergleichbar mit einer email Massenaussendung. Sie stammt von einer ihm unbekannten Person und wirft ein Angebot quasi „über den Zaun“, ohne zu wissen, ob der Empfänger Interesse oder Bedarf hat. Eine solche Nachricht verschwendet die Zeit des Adressaten und wird als Spam betrachtet.

Wenn du LinkedIn für die vertriebliche Kontaktaufnahme nutzt, ist meine Empfehlung, dich von InMail fern zu halten. Diese Funktion ist für Personalvermittler gedacht, das solltest du so akzeptieren.

2. No-Go: Automatisierung

Automatisierung ist heutzutage einer der größten Trends im Vertrieb, daher ist es nur natürlich, dass du dir das Leben leichter machen möchtest. Ich selbst rate jedoch dringend davon ab, LinkedIn-Nachrichten zu automatisieren. Es ist ein gefährlicher Weg! Wenn du dir nicht zu 100 % sicher bist, dass deine LinkedIn Outreach-Software das erforderliche Maß an Personalisierung bieten kann, verwende sie nicht. Mehr dazu hier. Du solltest dir immer im Klaren sein, dass du nicht an Profile schreibst, sondern an Menschen. Diese Menschen haben – hoffentlich – genügend Entscheidungsbefugnis, um dir einen lukrativen Auftrag zu geben. Wenn du sie mit automatisierten Nachrichten belästigst, hast du dir zwar Zeit für das Business Development gespart, aber durch die – notgedrungen – unpersönliche und generalisierte Aussage einen zahlungskräftigen Kunden womöglich für immer verprellt.

Und hier noch ein paar Beispielnachrichten:

Hallo Herr Schneider, coolen Event hatten sie da! Ich kontaktiere Sie, weil wir Ihre Reisekostenausgaben vermutlich um die Hälfte reduzieren können. Wir haben eine Kooperation mit xxx und gebn das gern an unsere Kunden weiter. Wäre Ihnen das mal ein Gespräch wert? Viele Grüße Jan Mustermann

290 Zeichen

Hallo Frau Kostariades, ich sehe, Sie haben auch in Regensburg studiert. Gleiches Studienfach, wow! Wir machen Screensharing und Collaboration in verteilten Teams einfacher. Würde mich gern mal dazu mit Ihnen kurzschließen, wenn es passt. Auf die alten Zeiten! Grüße, Jan Behnke

278 Zeichen

Hallo Frau Wahrendorf, was macht einen guten Buchhalter aus? Genau! Dass man nichts mit ihm zu tun hat. Die neuen Funktionen sind manchmal etwas verwirrend. Machen Sie als Synergy Lead Sales eigentlich auch die Reisekostenabrechnungen? Wäre schön, mal zu sprechen. Viele Grüße, J. Arnge

286 Zeichen

Viel Spaß beim Selber Texten!  

Oder, wenn du dir gerne eine Expertin dazu holst: Ich bin gern für dich da. Hier findest du einen Termin mit mir. Viele Grüße, Eva

Automatisierungstools auf Linkedin – Achtung Gefahr!

Die LInkedIn Suche: Ideal für Recherche und Business Development.

B2B Interaktions-Tools, die automatisierte Kundenansprachen auf LinkedIn versprechen, machen von sich reden. Doch sind sie tatsächlich ihr Geld wert?

LinkedHelper, Dripify, Meet Alfred, Phantombuster: Die „smarten“ Apps versprechen, automatisiert qualifizierte Interessenten (qualified leads) für Sie zu entwickeln und damit Ihre Umsatzzahlen drastisch zu erhöhen. Personalisierte Verlinkungsanfragen und Verkaufsszenarien, direkte CRM-Integrationen, individualisierte Follow-ups mit Triggerpunkten und vieles mehr: Ihre Message wird automatisiert an hunderte von Ansprechpartnern auf LinkedIn verschickt, schnell und einfach, ohne Aufwand. Die Zusicherung: Sie bekommen im Handumdrehen die richtigen Interessenten und nach der alten Lehre vom Leadtrichter bleibt ein bestimmter Prozentsatz als Kunden bei Ihnen hängen.

Was sich auf den ersten Blick wie der Himmel auf Erden anhört, ist aus Sicht von LinkedIn Experten und erfahrenen Business Developern vor allem eins: Massenabfertigung. Für mich klingen die Versprechungen wie blanker Unsinn und ich fühle mich an die Zeiten der email-Blasts erinnert: Diese Angebote waren und sind mit dem berühmten Schuss mit der Schrotflinte von hinten über die Schulter in den Wald zu vergleichen. Zu hoffen, damit wirklich sein Ziel zu erreichen ist und bleibt unrealistisch. Es ist wahrscheinlicher, dass Ihr Schuss nach hinten losgeht.

Faustregel: Je größer das zu erwartende Umsatzvolumen, desto eher sollten Sie die Finger von Automatisierungen lassen.

Wollen Sie Ihre zukünftigen Kunden als Versuchskaninchen missbrauchen? Ernsthaft? Je komplexer Ihr Angebot ist, je größer das durchschnittliche Umsatzvolumen pro Kunde, desto schwieriger wird es mit der Automatisierung. Denn auch wenn wir auf LinkedIn nur Profile vor uns sehen, sollten wir uns immer vergegenwärtigen, dass hinter jedem Profil eine Person steckt. Eine Person, die sich eine individuelle Einladung, eine Kommunikation mit einem Menschen und passende Angebote wünscht. Eine Person, die ggf. den Einfluss hat, Sie und Ihr Angebot von der Liste der potentiellen Lieferanten zu löschen. Auch wenn Automatisierungen grundsätzlich sinnvoll sind, so haben sie doch den Nachteil, dass eine individuelle Ansprache praktisch unmöglich ist. Jeder potentielle Kunde wird irgendwann feststellen, dass er mit einem Algorithmus kommuniziert, anstatt mit einem Menschen. Entsprechend lauwarm wird das Interesse sein, das Sie ernten. Entsprechend negativ der erste Eindruck, den Sie hinterlassen.

Komplexität begreifen: Anforderungen, Jobbeschreibungen, Lösungsanforderungen

Angesichts der Komplexität von Aufgabengebieten, Funktionsbeschreibungen und Unternehmensstrukturen ist die Recherche von Zielpersonen speziell in größeren Unternehmen eine echte Herausforderung. Strukturen und  Strategien wie auch Titel in Ihren Zielunternehmen ändern sich von heute auf morgen. Da ist der Ansprechpartner, der gestern noch „Head of Operations“ war, auf einmal „Synergy Lead Processes“ – wohlgemerkt bei gleicher Aufgabenbeschreibung. Auch Zuständigkeiten und Projektteams ändern sich fortlaufend. Die Wahrscheinlichkeit, mit einer automatisierten Message tatsächlich bei der richtigen Person landen, geht gegen Null. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich bei einer Menge Personen als Spammer outen, ist hingegen groß. Und wenn Sie tatsächlich den „richtigen“ Ansprechpartner erreichen, können Sie mit einer automatisierten Massenmessage auf Grund ihrer – notgedrungen – allgemeinen Aussage beim Adressaten nicht den Eindruck erwecken, dass er (ja genau: er!) gemeint ist. Die Reichweite, die Sie mit Automatisierungstools erreichen, ist groß – keine Frage. Die Frage ist vielmehr: Geht mein Schuss vielleicht sogar nach hinten los? Ja, das kann passieren. Doch nicht nur bei Ihren Wunschkunden.

Auch das LinkedIn Universum schlägt zurück

Auch LinkedIn erkennt und analysiert natürlich Ihre Aktivitäten. Spam Messages und unangemessene Aktivitäten, Belästigungen, werden bei LinkedIn, wie übrigens auch bei Google als Massenabfertigung erkannt und abgestraft. So riskieren Sie mit der (unsachgemäßen) Verwendung von Massenaussendungen, dass LinkedIn Ihr Konto deaktiviert. Sicher sind nicht alle Tools gleich. Dennoch gehen Sie das Risiko ein, dass sie mit einer nicht klar adressatengerechten Nachricht nicht nur Ihre potentiellen Kunden abschrecken, sondern auch bei LinkedIn als Spammer gelten.

Dass sich LinkedIn hier absichert, ist verständlich. Als größte Plattform für Businesskontakte setzt man respektvolle Kommunikation voraus. Wenn ein und dieselbe Ansprache an Hunderte von Menschen geschickt wird, wird LinkedIn das unterbinden. LinkedIn fordert seine Mitglieder sogar dazu auf, unangemessenes Verhalten zu berichten und damit die Gemeinschaft zu unterstützen. Das macht durchaus Sinn, da unter dieser Art von Aktivität LinkedIns Seriosität leidet.

Erfahrungen machen, analysieren, lernen, LinkedIn Profi werden

Erfahrungen machen, analysieren, lernen, LinkedIn Profi werden

Jedes neue Medium erfordert erst einmal, sich darin zurecht zu finden und die Mechanismen kennen zu lernen. Basierend darauf kann man ein passendes Vorgehen entwickeln und immer weiter verfeinern. Im Grunde ist LinkedIn wie ein Marktplatz, auf dem sich auch Ihre zukünftigen Kunden tummeln. Hinter den Profilen haben Sie es mit echten Menschen zu tun.

Wie und wo stellen Sie Ihren Marktstand auf, mit welchen Angeboten locken Sie Ihre Interessenten an? Was bieten Sie zum Probieren an? Wie gestalten Sie die Auslage? Wie kommen Sie ins Gespräch?

Wenn Sie sich vorschnell von den Versprechungen der Automatisierungslösungen verleiten lassen, werden Sie viele notwendige Erfahrungen überspringen. Der passende Pitch für unterschiedliche Zielgruppen und Anforderungen muss erst entwickelt werden, Kommunikationsstrategien müssen ausprobiert und getestet werden. Wenn man sich gestattet, erst im Kleinen Erfahrungen zu sammeln, gibt LinkedIn sehr konkretes Feedback dazu, wie Ihre Zielgruppe darauf reagiert hat und welche Reichweite Sie generiert haben. Sie bekommen ein Gefühl dafür, welche neuen Inhalte wahrscheinlich gute Konversionsraten erzielen werden. Erst wenn Sie diese Erfahrungen gemacht haben und analysieren können, lohnen sich Automatisierungen – vielleicht. Dann jedoch würde ich eher die LinkedIn eigenen „Automatisierungen“, wie etwa den Booster wählen, der gut konvertierende Inhalte einem größeren Personenkreis der bereits evaluierten Zielgruppe zugänglich macht.

Möchten Sie auch Sie eine passende Strategie für Ihre LinkedIn-Aktivitäten entwickeln? Rufen Sie gern bei mir an, so dass wir über Ihre Ziele sprechen können.