LinkedIn Premium vs. kostenlose Version: Lohnt sich das Upgrade?

Eine Entscheidungshilfe für Unternehmer, Führungskräfte, Sales Verantwortliche

Hin und wieder stellst sicher auch du dir die Frage: Ist es wirklich wert, auf LinkedIn Premium umzusteigen? Vielleicht fragst du dich auch, ob du dich für den LinkedIn Sales Navigator anmelden solltest oder ob die kostenlose Version ausreicht. Diese kostenpflichtigen Abonnements bieten zusätzliche Funktionen und Vorteile auf LinkedIn. Ob es sich für dich lohnt, hängt von deinen individuellen Zielen und Bedürfnissen ab. Schauen wir uns die Vor- und Nachteile an, um dir bei deiner Entscheidung zu helfen.

Proaktiv kommunizieren: Das geht auch ohne Premium Profil

Stellen wir uns vor, du möchtest LinkedIn nutzen, um dein ideales Publikum anzusprechen. Die kostenlose Version ermöglicht es dir, Profile zu besuchen und Kaltakquise zu betreiben. (Nebenbei: besonders vielversprechend ist das nur wenn du es richtig machst!) Doch wenn du regelmäßig viele verschiedene potentielle Kunden finden möchtest und dazu gezielte Suchen durchführst, wirst du schnell an deine Grenzen stoßen. Hier kommt LinkedIn Premium ins Spiel: Durch das Upgrade kannst du dein ideales Publikum einfach recherchieren, organisch anziehen und ermutigen, dein Profil zu besuchen und mit dir in Kontakt zu treten. Die Anzahl der Personen, deren Profil du mit Hilfe einer Recherche besuchen und denen du Kontaktanfragen senden kannst, ist unbegrenzt. Dies kann einen enormen Mehrwert für deine LinkedIn-Strategie bedeuten.

Neben diesem Hauptvorteil bietet LinkedIn Premium auch weitere nützliche Funktionen. Zum Beispiel hast du Zugang zu kostenlosem InMail-Guthaben, mit dem du Nachrichten an Personen außerhalb deines Netzwerks senden kannst. Außerdem stehen dir LinkedIn Learning-Kurse kostenlos zur Verfügung, und du kannst eine Abwesenheitsnachricht für deinen Posteingang erstellen. Wenn du gerne den Überblick behältst, bietet LinkedIn dir auch eine Historie der Personen, die dein Profil besucht haben. Das kann interessant für dich sein, da du davon ausgehend einfach mit den für dich relevanten Kontakten ein Gespräch beginnen kannst.
Ein weiterer, nicht zu verachtender Vorteil: erweiterte Suchfilter ermöglichen es dir, gezielter nach Personen zu suchen, die in Unternehmen mit spezifischen Mitarbeiterzahlen oder Jahresumsätzen arbeiten. Wenn diese Funktionen für dich relevant sind und dir Zeit sparen können, könnte LinkedIn Premium eine gute Investition sein.

Was willst du mit LinkedIn erreichen?

Natürlich hängt die Entscheidung letztendlich von deinen individuellen Bedürfnissen und Zielen ab. Überlege dir, wie du LinkedIn nutzen möchtest und welchen Mehrwert du suchst. Wenn du der Meinung bist, dass LinkedIn Premium dir helfen wird, deine Ziele zu erreichen und einen Mehrwert für dein Unternehmen zu schaffen, kann ein Upgrade lohnenswert sein. Allerdings ist es wichtig, eine sorgfältige Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen, bevor du dich entscheidest. Möglicherweise sind die kostenlosen Funktionen für dich vorerst ausreichend.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Stell dir vor, du bist ein selbstständiger Grafikdesigner und möchtest deine Dienstleistungen auf LinkedIn bewerben. Mit LinkedIn Premium könntest du eine gezielte Suche durchführen, die etwa Branche und Mitarbeiterzahlen berücksichtigt. Damit kannst du leicht auf ähnliche Anforderungen oder erfolgreiche Projekte und Aufgaben hinweisen und findest leichter ein offenes Ohr für deine speziellen Designexpertise. Du könntest dann personalisierte Nachrichten senden und dein Portfolio präsentieren. Diese zusätzliche Funktionalität könnte dir helfen, relevante Kontakte zu knüpfen und dein Geschäft auszubauen.

Return on Invest: Wann kann ich mit Erfolgen rechnen?

Insgesamt können sowohl die kostenlose Version als auch LinkedIn Premium wertvolle Vorteile bringen und machen wir uns nichts vor: LinkedIn aktiv zu nutzen – das wird in Zukunft immer wichtiger werden. Wichtig ist aber, dass du immer im Hinterkopf behältst: Für gutes und erfolgreiches Networking sind tolle Features erst einmal nebensächlich und sollten in den Hintergrund treten. Entscheidend ist, WIE du kommunizierst und welchen Mehrwert du der Community, zu der du gehören möchtest, bieten kannst. Sieh dir dazu gern meine anderen Blogbeiträge an. Ich empfehle etwa meinen Beitrag über Geben statt Fordern oder meine Empfehlungen, wie du auf LinkedIn bei deinen Lieblingskunden anklopfst.

Gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg zum LinkedIn-Erfolg. Hier kannst du dir einen freien Termin aus meinem Kalender aussuchen.

Frohes Netzwerken!
Eva

Auf LinkedIn bei Deinen Lieblingskunden anklopfen – 3 Tipps, 2 No-Gos

Meine Erfolgsformel für gelungenes Messaging (mit Beispielen)

Die Erfahrung zeigt´s, harte Fakten untermauern es: LinkedIn ist die perfekte Plattform, um mit seinen Wunschkunden in Kontakt zu treten. Als Geschäftsentwicklerin, die vor vielen, vielen Jahren im Telemarketing begonnen hat, ist LinkedIn für mich DAS Tool für die Kaltakquise im komplexen B2B-Geschäft. Die gute Nachricht ist: für gelungene Kontaktanbahnungen braucht niemand eine kostspielige Sales Navigator Lizenz, für den Anfang tut es sogar die kostenfreie Basis Version.

Eine gute Message zu verfassen ist jedoch immer noch eine echte Königsdisziplin – nicht umsonst heißt es in Marketingkreisen „Content is king“. Die meisten Nachrichten sind langweilig, austauschbar und nichtssagend. Sie wecken bei ihren Empfängern nur selten Interesse. Im schlimmsten Fall schreien sie geradezu „KAUF MICH“, so dass der Schuss sofort nach hinten losgeht.

Wie also geht die große Kunst, deine Kunden auf LinkedIn effektiv anzusprechen? Das Verfassen von kleinen Nachrichten mit hoher Erfolgsquote ist nur dann schwer, wenn du die Erfolgskriterien nicht kennst. Was machen ein paar Wörter also zur guten, konvertierenden Message? Hier sind meine drei wichtigsten Tipps:

1. Bring erst dein Profil in Topform

Wenn du deine potentiellen Kunden mit einem nachlässig verfassten Profil ansprichst, lohnt sich die Mühe, die du in deine Messages steckst, eigentlich gar nicht. Denn mit einer tollen Nachricht sehen sich deine Angesprochenen natürlich sofort auf deinem Profil um. Schade wäre es, wenn sie durch die mangelnde Aussagekraft deines Profils, ein unvorteilhaftes Foto oder fehlende Inhalte die Message sofort als unqualifiziert einstufen.

Vielmehr solltest du dein Profil dafür nutzen, um die Glaubwürdigkeit deiner Nachricht zu unterstreichen. Deine Wunschkunden sollten auf einen Blick sehen, welches Unternehmen du vertrittst und wofür du stehst. Für das Profil gilt: Mehr ist mehr. Scheue dich nicht, viel über dich zu zeigen. Dein Lebenslauf ist dabei nicht alles. Der Bereich „About“ ist zum Beispiel der perfekte Ort, um zu erzählen, wie du und dein Produkt deinen Kunden zum Erfolg bringt.

Auch deine Aktivitäten sind wichtig: Deine Profilbesucher sollten idealerweise gleich erkennen, dass du viel sagen hast und aktiv bist. Artikel, Beiträge, kompetente und teilweise humorvolle Kommentare zu relevanten Themen: all das fördert das Vertrauen deiner Besucher in deine Kompetenz und dein Engagement. Mehr dazu hier.

2. Kurz und knapp, auf den Punkt

Wie also füllt man seine Vertriebspipeline mit hochwertigen Leads? Hier liegt die Kunst in der gezielten Formulierung. Die Message sollte einen Wunschzustand oder die Vermeidung eines Risikos ansprechen. Sie sollte spannend genug sein, dass sein Interesse geweckt ist. Mehr braucht es für den Anfang gar nicht.

Eine LinkedIn Nachricht ist keine Kalakquise email! Beide dienen zwar dem gleichen Zweck (wobei die Kaltakquise email natürlich erheblich weniger Konversion erzielt), aber es gibt eine ganz erheblichen Unterschied.

Die E-Mail ist ein Kommunikationskanal der für längere Nachrichten gedacht ist. LinkedIn Messages sind eher mit einer WhatsUp oder Signal-Nachricht vergleichbar. Schon der Raum, der für eine solche Nachricht zur Verfügung steht, deutet darauf hin. Hier sind keine weitschweifigen Erklärungen angebracht. Man hat ein kleines Fenster mit einer begrenzten Zeichenanzahl zur Vefügung. Der Leser sieht die Nachricht sofort in einem Stück, er muss meist nicht einmal nach unten scrollen.

Tipp: Wenn dein Interessent erst nach dem Öffnen der Nachricht entscheiden kann, ob er sie lesen will oder nicht, ist sie zu lang. Eine solche Nachricht ist nicht nur ärgerlich für deine potentiellen Kunden. Sie macht auch einen „spammigen“ Eindruck und zeigt dich als Absender nicht unbedingt in einem guten Licht. Deine Nachricht sollte also nur ein paar prägnante Sätze enthalten.

3. Der Mensch hinter der Nachricht

Wenn du nun eine für deinen Ansprechpartner geeignete, werthaltige Formulierung gefunden hast, ist es wichtig noch einen anderen Vorbehalt bei deinem Gesprächskunden zu überwinden. Dieser Vorbehalt heißt: „Ach, das schickt der doch an hunderte Ansprechpartner“. Klar, niemand will ein kleiner unbedeutender Mensch in der Masse sein. Aus diesem Grund solltest du dir die Zeit nehmen, deine Nachricht zu personalisieren. Deine Formulierung sollte individuell auf ihn abgestimmt sein, so dass dein Ansprechpartner erkennt: Hey, der meint genau mich! Dazu hilft dir das Profil deines Ansprechpartners. Bezieh dich auf Gemeinsamkeiten, auf etwas, was er vor kurzem selbst gepostet hat.

Jetzt wirst du sagen: Das ist viel Arbeit! Und ich entgegne: Ja, aber sie zahlt sich aus. Ganz nebenbei trainierst du dich in der hohen Kunst des echten Interesses. Du schulst deine natürliche Neugier, die dich als Vertriebsexperten weiter bringt; das wird sich auf eure weiteren Gespräche auswirken. Der Aufwand ist es wert und ich habe viele gute Erfahrungen damit gemacht.

Die Message sollte nicht zu perfekt sein. Sie sollte eine gelungene Mischung aus Expertentum, Lösungsversprechen und netter Einladung sein. Schreibe deine Nachricht so, wie du auch persönlich mit einer Person sprechen würdest. Stell dir vor, du stehst dieser Person direkt gegenüber, zum Beispiel auf einem Branchenevent.

Übrigens: ein kleiner Rechtschreibfehler in deiner Message schadet manchmal auch nicht. Es zeigt dich als fehlbaren Menschen und signalisiert: Das ist garantiert keine automatisierte Nachricht (den Namen deines Ansprechpartners solltest du allerdings immer richtig schreiben).

1. NOGO: LinkedIn InMails

Eigentlich ist es klar: Mit dem Versenden einer InMail kaufst du dir von LinkedIn die Erlaubnis, in das Postfach eines anderen Menschen zu gelangen. Du kannst ihm eine Nachricht mit mehr als 300 Zeichen senden, ohne dass du mit ihm verlinkt bist. Eine InMail ist eine Nachricht, die du unaufgefordert verschickst. Auch wenn du die Nachricht nur an einen Adressaten verschickst: Für den Empfänger ist sie vergleichbar mit einer email Massenaussendung. Sie stammt von einer ihm unbekannten Person und wirft ein Angebot quasi „über den Zaun“, ohne zu wissen, ob der Empfänger Interesse oder Bedarf hat. Eine solche Nachricht verschwendet die Zeit des Adressaten und wird als Spam betrachtet.

Wenn du LinkedIn für die vertriebliche Kontaktaufnahme nutzt, ist meine Empfehlung, dich von InMail fern zu halten. Diese Funktion ist für Personalvermittler gedacht, das solltest du so akzeptieren.

2. No-Go: Automatisierung

Automatisierung ist heutzutage einer der größten Trends im Vertrieb, daher ist es nur natürlich, dass du dir das Leben leichter machen möchtest. Ich selbst rate jedoch dringend davon ab, LinkedIn-Nachrichten zu automatisieren. Es ist ein gefährlicher Weg! Wenn du dir nicht zu 100 % sicher bist, dass deine LinkedIn Outreach-Software das erforderliche Maß an Personalisierung bieten kann, verwende sie nicht. Mehr dazu hier. Du solltest dir immer im Klaren sein, dass du nicht an Profile schreibst, sondern an Menschen. Diese Menschen haben – hoffentlich – genügend Entscheidungsbefugnis, um dir einen lukrativen Auftrag zu geben. Wenn du sie mit automatisierten Nachrichten belästigst, hast du dir zwar Zeit für das Business Development gespart, aber durch die – notgedrungen – unpersönliche und generalisierte Aussage einen zahlungskräftigen Kunden womöglich für immer verprellt.

Und hier noch ein paar Beispielnachrichten:

Hallo Herr Schneider, coolen Event hatten sie da! Ich kontaktiere Sie, weil wir Ihre Reisekostenausgaben vermutlich um die Hälfte reduzieren können. Wir haben eine Kooperation mit xxx und gebn das gern an unsere Kunden weiter. Wäre Ihnen das mal ein Gespräch wert? Viele Grüße Jan Mustermann

290 Zeichen

Hallo Frau Kostariades, ich sehe, Sie haben auch in Regensburg studiert. Gleiches Studienfach, wow! Wir machen Screensharing und Collaboration in verteilten Teams einfacher. Würde mich gern mal dazu mit Ihnen kurzschließen, wenn es passt. Auf die alten Zeiten! Grüße, Jan Behnke

278 Zeichen

Hallo Frau Wahrendorf, was macht einen guten Buchhalter aus? Genau! Dass man nichts mit ihm zu tun hat. Die neuen Funktionen sind manchmal etwas verwirrend. Machen Sie als Synergy Lead Sales eigentlich auch die Reisekostenabrechnungen? Wäre schön, mal zu sprechen. Viele Grüße, J. Arnge

286 Zeichen

Viel Spaß beim Selber Texten!  

Oder, wenn du dir gerne eine Expertin dazu holst: Ich bin gern für dich da. Hier findest du einen Termin mit mir. Viele Grüße, Eva

Mit Hashtags mühelos größere Reichweite auf LinkedIn – sofort umsetzbare Praxistipps

Antworten auf sieben Fragen rund um die Arbeit mit Hashtags im großen Business-Netzwerk

Doppelkreuz, Raute, Gartenzaun: Das Hashtag-Zeichen hat im deutschsprachigen Raum im Laufe der Zeit so einige weitere Namen bekommen Viele fragen sich jedoch, was es mit der Sache mit den Hashtags eigentlich auf sich hat. Welche Vorteile bieten sie und wie setzt man sie gekonnt und zielführend ein? Wie findet man seinen eigenen „Marken-Hashtag“? Und welche speziellen Regeln gelten auf LinkedIn? Viele Fragen! Erhellende Antworten gibt es hier:

  1. Was genau ist ein Hashtag?

Hashtags sind – nicht nur auf LinkedIn – eine beliebige Kombination von Buchstaben oder Nummern, ohne Leerzeichen, die auf das #-Symbol folgen. Hashtags sind Schlagworte, Themenbeschreibungen wie etwa #marketingstrategie, #gamescon, oder #Berlin.  Zur besseren Lesbarkeit macht es Sinn, jeweils Anfangsbuchstaben eines Wortes groß zu schreiben, z.B. #StartupBeratung.

Übrigens: Satzzeichen, wie Bindestriche oder Punkte haben in einem Hashtag nichts verloren. Leerzeichen führen dazu, dass dein Hashtag „verstümmelt“ ist und nicht den beabsichtigten Wert hat.

2. Welche Funktion haben Hashtags?

Das Doppelkreuz dient ganz einfach dazu, dass Leser dich und deine Beiträge finden. Sie werden deine Inhalte finden, wenn du deine Texte mit den #Hashtags versiehst. Du kannst noch so gute Beiträge schreiben, wenn du die entsprechenden #Schlüsselbegriffe nicht markierst, werden sie nur durch Zufall gelesen.

Im Grunde kannst du dir einen Hashtag wie eine Abteilung in einem großen Warenhaus vorstellen: Wenn du dir eine neue Pfanne kaufen willst, suchst du erst mal an der Tafel neben der Rolltreppe nach der Haushaltswarenabteilung. Du fährst in den 3. Stock hoch und siehst dich weiter um, bis du die Regale mit den Töpfen und Pfannen findest. Dann bist du praktisch schon am Ziel. Wenn das Warenhaus Pfannen in der Abteilung Herrenoberbekleidung platzieren würde, könnten sie Interessenten dort auch nur per Zufall finden.

Genauso verhält es sich mit deinen Inhalten: Beiträge ohne Hashtags werden höchstens zufällig gefunden. Wenn du als HR Spezialist auf der Suche nach Beratungsklienten bist, würdest du deine Beiträge und dich selbst (dein Profil) entsprechend kategorisieren, etwa mit #Consulting, #HumanResources und einem oder zwei noch weiteren Hashtags, die dein Angebot näher beschreiben.

In Social Media Sprech heißt das so: Hashtags verschaffen dir und deinen Beiträgen, deinem Angebot Reichweite. Wenn du sie klug einsetzt, nimmst du am Gespräch teil und kannst nach und nach Expertenstatus auf deinem Gebiet erreichen. Du wirst Vertrauen gewinnen – und Follower.

  1. Wo setze ich Hashtags ein?
    Hashtags können in deinem Profil, in deinen Beiträgen/Artikeln, deinen Direct Messages und auf deinem Company Profil eingesetzt werden.
  • Dein Profil: Setze Hashtags im Creator Modus ein, um deinen Besuchern auf einen Blick zu signalisieren, über welche Themen du sprichst.
  • Deine Beiträge und Artikel: Setze drei bis allerhöchstens fünf Hashtags ein, um deine Artikel zu verschlagworten. Du kannst Hashtags zwar direkt im Fließtext deiner Beiträge nutzen, allerdings ist dort die Gefahr größer, dass deine Leser die Hashtags direkt anklicken und nicht in deinem Beitrag bleiben. Ich empfehle daher, die Hashtags unter den Beitrag zu setzen, in höchstens zwei Zeilen. Falls du einen „Branded Hashtag“ verwendest, sollte dieser besonders hervorgehoben werden und nicht bei den Stichwort-Hashtags landen. Mehr zum Thema „Branded Hashtag“ erfährst du unter Punkt 6.
  • Direct Messages: Auch hier kannst du Hashtags verwenden, idealerweise deinen Branded Hashtag mit CTA. 
  • Unternehmens-Profil: LinkedIn erlaubt dir nicht mehr als drei Schlagworte – hier gilt es, treffgenaue Hashtags zu finden.

Jetzt wirst du dich fragen: Ja, aber welche Hashtags passen für mich? Hier kommen wir an des Pudels Kern. An diesem Punkt empfehle ich, erst einmal einen Schritt zurück zu gehen und dir grundsätzliche Fragen zu deinem Business zu stellen. Eine Frage, auf die du eine Antwort finden solltest, lautet: Mit welchen Stichworten werden Personen suchen, wenn sie meine Dienstleistung, mein Angebot in Anspruch nehmen wollen? Ja, das SEO und Keyword-Prinzip gilt ähnlich auch für deine Hashtags: Hier nutzt dir – genau! –  der Perspektivenwechsel: Versetze dich in die Lage deiner Kunden. Welche Begriffe sind ihnen geläufig?

Einige Beispiele:

  • Für einen IT-Berater sind Hashtags wie #Apple oder #PC und #Reparatur sicher sinnvoller, als #Systemwiederherstellung (auch wenn es genau das ist, was er tun wird, um den PC wieder zum Laufen zu bringen). Warum? Weil seine Kunden diesen Fachbegriff wahrscheinlich nicht kennen und nicht danach suchen werden.
  • Wenn Ihr ein Startup seid und eine mit künstlicher Intelligenz versehene Technologie anbietet, macht ein Hashtag #KI oft weniger Sinn, als ein Hashtag, der signalisiert, welche Vorteile dein Kunde dadurch hat, z.B. #Automatisierung, #Einkaufsprozesse.

Du siehst: Deine Hashtags sollten sich darum drehen, welche Probleme du mit deiner Dienstleistung, deinem Angebot löst. Hier kommt die kundenzentrierte Kommunikation ins Spiel. Grundsätzlich geht es dabei darum, dein Angebot mit für deine Kunden interessanten und bekannten Begriffen zu beschreiben.

  1. Welche verschiedenen Arten von Hashtags gibt es?

Wenn ich eine grobe Unterteilung vornehme, denke ich an diese acht Kategorien.

  • Nach Inhalten deines Angebots, z.B. #Strategieberatung – Hier empfiehlt sich eine möglichst punktgenaue Beschreibung deines Angebots.
  • Nach Branchen, z.B. #Gastronomie – Für Unternehmen, die nur in einer bestimmten Branche aktiv sind
  • Nach Orten, z.B. #München – Für alle, die Ihre Dienstleistungen nur lokal anbieten
  • Nach Events, z.B. #Gamescon – Achtung: Diese Hashtags verlieren schnell ihre Gültigkeit – rechtzeitig aktualisieren/entfolgen!
  • Nach Kundeninteresse, z.B. #Wettbewerbsfähigkeit – Ein guter Hashtag, der besonders viel Wirksamkeit entfaltet, wenn du für dein Angebot einen punktgenauen Nischenhashtag findest und verwendest.
  • Nach Unternehmen, z.B. #Philipps – Auch wenn für Unternehmen oft der Hashtag verwendet wird, ist hier doch eher – wie auch für Personen, das @Zeichen relevant.
  • Nach aktuellen Themen, z.B. #Jahresende, #MeToo – Für LinkedIn und BusinessDevelopment nur eingeschränkt interessant
  • Nach Gesetzen, Richtlinien etc, z.B. #Datenschutz
  • Nach deinem selbstgeschaffenen Markenzeichen, z.B. #RichardRocks – Erläuterungen weiter unten.
  1. Hashtag-Recherche: Breite Hashtags – Nischenhashtags – Branded Hashtag

Bei deiner Hashtag-Recherche sind die folgenden Faktoren ausschlaggebend:

  • Welche Hashtags haben eine ausreichend große Followerzahl? – Du willst natürlich eine gewisse Reichweite erzielen.
  • Welche Hashtags sind für meine Zielgruppe interessant? – Du willst natürlich bei deinen Ansprechpartnern ins Gespräch kommen.
  • Mit welchem Hashtag kann ich mich einzigartig machen? – Du möchtest mit deiner ganz persönlichen „Marke“ für deine Wunschkunden schnell wieder erkennbar sein und dich aus der Masse der Beiträge herausheben.

Auch wenn du auf den ersten Blick versucht sein solltest, nur die Hashtags mit der großen Followerzahl zu verwenden, ist dieses Vorgehen nicht sehr empfehlenswert. Warum? Hier verschwindet dein kleiner Beitrag in der großen Menge an Inhalten. Das Schlagwort, das du verwendest, ist viel zu unspezifisch, zu ungenau, als dass potentielle Leser auf einen Blick erkennen könnten, dass es hier Interessantes für sie zu erfahren gibt.

Ein Beispiel für einen breiten Hashtag mit mehreren Millionen Followern ist

Viel spannender ist es, auf Nischenhashtags zu setzen oder eine Kombination aus breiten und Nischenhashtags zu verwenden. Mit letzteren bringst du dein Angebot genauer auf den Punkt, deine Wunschkunden finden dich besser. Die gelungene Kombination von breiten und Nischen-Hashtags bewirkt ein Gleichgewicht zwischen Wettbewerb und Suchvolumen.

Deine Wiedererkennbarkeit und Einzigartigkeit unterstreichst du, indem du dir dein eigenes Hashtag, ein sogenanntes „Branded Hashtag“ kreierst. Damit verankerst du dein Angebot bei deinen Kunden.

  1. Mit Branded Hashtags – deinem persönlicher Markenhashtag – deine Followerzahl erhöhen

Kann ich mit Hashtags meine Followerzahl erhöhen? Klar, Hashtags helfen da enorm. Besonders eignen sich dafür jedoch sogenannte Branded Hashtags.

Viele Unternehmen „claimen“ – beanspruchen – einen ganz bestimmten Hashtag für sich und verwenden ihn zusammen mit bereits etablierten Hashtags, um ihre Marke Schritt für Schritt bekannt zu machen. Eine gute Strategie! Wie schnell das durch die Decke gehen kann, zeigen Beispiele wie #metoo, #aufschrei, oder #blacklivesmatter.

Falls Du so etwas auch vorhast, solltest du jedoch erst einmal recherchieren, ob der Begriff, den du gerne verwenden möchtest, nicht schon von jemandem anderen „besetzt“ ist. Das findest du heraus, indem du einfach nach dem Hashtag recherchierst.

Ein Beispiel: Wenn #richardrocks nur ganz wenige Follower hat, kannst du ihn nutzen. Zu deinem „eigenen“ machst du ihn, indem du den Hashtag in deinem Profil und deinen Beiträgen verwendest.

Wenn du deinen selbst kreierten Hashtag immer wieder mit für deine Community relevanten Begriffen verbindest, stärkst du damit deine Brand und dein Angebot. Deinen Branded Hashtag solltest du aber nicht in der Zeile unter deinen Beiträgen verschwinden lassen, dazu ist er viel zu wertvoll. Besser ist es, ihn mit einem Call to Action (CTA) zu verbinden und ihn direkt unter den Beitrag zu setzen bzw. ihn im Profil prominent zu platzieren.

Bei #richardrocks könnte ein solcher CTA folgendermaßen lauten: Willst du Cocktailideen und Bargeflüster für euren nächsten Firmenevent? Folge #richardrocks. (Du merkst, hier geht es um einen imaginären Bartender, der seine Services für Firmenevents anbietet)

Beachte: Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Hashtags (#) und Tags (@). Tags verwendest du, wenn du auf Personen- oder Unternehmensprofile hinweist.

  1. Hashtag-Recherche: Wie finde ich relevante Hashtags auf LinkedIn? Welchen Hashtags folge ich eigentlich?

Die Hashtag-Recherche auf LinkedIn ist einfach erklärt: Gib in das Suchfeld einfach den gesuchten Begriff mit einer Raute davor ein. LinkedIn wird dir dann den Hashtag samt Followerzahl angeben.

Schon wenn du die ersten Buchstaben eintippst, wird dir LinkedIn einige Begriffe vorschlagen. Hier gibt es oft interessantes für dich zu entdecken.

Welchen Hashtags folgst du? Auch hier macht es dir LinkedIn einfach. Sieh auf deiner Startseite links unten in der Rubrik Hashtags nach. Wenn du auf „Mehr anzeigen“ bzw. „Alle anzeigen“ klickst, bekommst du einen Überblick über die Hashtags, denen du aktuell folgst.

Wie du Hashtags sowohl in deinem Profil als auch in deinen Beiträgen, Artikeln und auf deiner Unternehmensseite gekonnt einsetzt und weiter entwickelst, erarbeite ich gern mit dir persönlich. Hier kannst du dir einen Termin für ein Gespräch mit mir aussuchen.

 

 

Das neue BizDev ist social

Wie geht Kundengewinnung heute? Klar, mit Social Media.

Wie geht Leadgenerierung im komplexen Firmenkundengeschäft? Eindeutig: durch geschicktes Bespielen und Vergrößern Deiner Community auf LinkedIn, dem weltweit größten Business-Netzwerk.

Hier schreibe ich über die immer gültigen Regeln im Business Development  und wie sie auf LinkedIn klug angewendet werden können. Es geht um Sichtbarkeit und Reichweite. Es geht um Inhalte, die Vertrauen schaffen. Um Service, der ganz selbstverständlich relevante Kundenanfragen bringt.

Doch wie schafft man es, sich nicht in den endlosen LinkedIn-Weiten zu verlieren? Wie baut man seine Meinungsführerschaft aus, wird zur „Authority“ in seinem ganz speziellen Bereich? Und welche Schritte sind notwendig, um genau das Publikum zu erreichen, das schlussendlich zum Kunden werden soll?

Das sind die Fragen, die sich nicht nur LinkedIn-Einsteiger stellen. Auch erfahrene Nutzer nutzen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, die LinkedIn bietet. Speziell für das Anbahnen von Geschäftskontakten wird das Business-Netzwerk der Welt noch viel zu wenig genutzt. Dabei bietet schon die Basis-Version unendlich viele Möglichkeiten, tatsächlich Dinge voranzutreiben und die richtigen Kundenanfragen zu bekommen.

Eine spannende Reise! Ich freue mich über Deine Kommentare und Gastbeiträge. Oder möchtest du gleich mit mir über deine Pläne sprechen? Kein Problem.

Das neue Messaging: Positionierung statt Bauchladen

Klar, wer mehr anbietet, kann mehr verkaufen. Es ist verständlich, dass Unternehmen oft dem Irrglauben verfallen, Marktpotenzial zu verlieren, wenn sie sich zu stark positionieren. Das Gegenteil ist der Fall!

Unternehmen, die auch in der schönen neuen digitalen Welt erfolgreich sein möchten, sollten etwas zu sagen haben: Zu einem ganz speziellen Thema. Für eine klar definierte Branche. Klar zugeschnitten auf einen Ansprechpartner, der ein spezifisches Problem zu lösen hat. Ihm sollten sie zeigen: Wir kennen uns aus in deinem Problem. Wir wissen, womit du es zu tun hast. Wir können helfen. Über diese Expertise – verschlagwortet mit Keywords – werden Sie von denen gefunden, die genau Ihre Kompetenz suchen.

Der Wandel zum Lösungsanbieter (das bedeutet: Lösungen anzubieten, keine Produkte!) bringt also unweigerlich die Frage nach der Positionierung mit sich. Zeigen Sie in Ihrem Wissensbereich Autorität und Kompetenz. Beides muss sehr prägnant kommuniziert werden. Je klarer Sie Ihre Kernkompetenz formulieren, desto klarer heben Sie sich vom Wettbewerb ab und werden als Spezialist wahrgenommen. Nur als Autorität für Ihr Thema bekommen Sie Lösungskompetenz zuerkannt.

Wenn Sie sich also vornehmlich im herstellenden Mittelstand bewegen und dort besonders viel Erfahrung bei der Implementierung von Enterprise-Resource-Planning-(ERP)-Systemen gesammelt haben, sollten Sie genau das kommunizieren und sich für diese Zielgruppe als Partner der Wahl empfehlen. Durch Ihren Expertenstatus vermeiden Sie die Gefahr, im Preiskampf mit Mitbewerbern unterzugehen. Zudem können Sie interne Prozesse, wie etwa die Angebotserstellung oder die Kalkulation von Projekten, effizienter gestalten und werden sich im Laufe der Zeit zum anerkannten Experten auf Ihrem Gebiet entwickeln.

Kontaktieren Sie mich gerne, damit wir eine Positionierung für Sie erarbeiten. Einfach hier einen Termin für ein erstes Gespräch buchen. Ich freue mich auf Sie!